Zu Besuch bei Santaverde Naturkosmetik in Andalusien

Werbung

Ich war vor Kurzem zu Besuch auf der Aloe Vera Finca von Santaverde und habe mich dort mit der Gründerin und Geschäftsführerin Sabine Beer getroffen. Im heutigen Post nehme ich euch mit in die Welt der Aloe Vera und der Naturkosmetik-Marke Santaverde.

Es war wirklich ein toller Zufall, dass gerade, als wir mit unserem Wohnmobil in der Nähe von Estepona (dem Ort wo die Finca von Santaverde-Gründerin Sabine Beer steht) waren, auch die Gründerin selbst vor Ort war. Normalerweise wohnt sie nämlich in Hamburg, wo auch der Firmensitz von Santaverde ist. Relativ spontan verabredeten wir uns für einen Freitag Mittag für eine Stunde … und verbrachten am Ende etwas über zwei Stunden miteinader, in denen Frau Beer mir die Finca, die Aloe Vera Felder und das Firmengebäude, in denen die Aloe Vera verarbeitet wird, zeigte.

Frau Beer hat die Finca in Estepona 1986 gekauft; in erster Linie um sie als Ferienhaus zu nutzen und dort einen schönen Ort für die Tochter ihres Mannes zu schaffen. Es war ein Freund ihres Mannes der der Familie das Grundstück gezeigt hat und es hat ihnen sofort zugesagt.

Damals war es üblich mit der Finca auch die ansässige Landarbeiterfamilie zu übernehmen –  und damit auch Verantwortung für die Familie. Familie Manolo wohnt auch noch auf der Finca und kümmert sich zusammen mit anderen Angestellten um die Aloe Vera Felder. Damals gab es diese aber natürlich noch nicht – nein, Frau Beer wusste nicht mal, dass es Aloe Vera gab, geschweige denn, welche Kraft in dieser Pflanze steckt.

Auf die Aloe Vera wurde Frau Beer von ihrem amerikanischen Nachbarn Jim aufmerksam gemacht; der sah ihre Hautprobleme und gab ihr ein Blatt der Aloe mit. Er selbst hatte eine Pflanze aus den USA mitgebracht. Die Hautprobleme von Frau Beer waren innerhalb weniger Wochen so gut wie verschwunden und bald war klar, dass sie selbst auch Pflanzen braucht, um ausreichend Nachschub zu haben.

So stand bald die Überlegung im Raum, selbst Aloe Vera anzubauen; Platz genug war ja da! Und so ging es los: es wurde angebaut und die Idee war zunächst, den Aloe Vera Saft an die Kosmetik-Industrie zu verkaufen. Hier wurde Frau Beer dann aber mit der harten Realität der konventionellen Kosmetik-Industrie konfrontiert: NIEMAND wollte den Aloe Saft kaufen, weil eine Mischung aus Aloe Vera Pulver und Wasser viel günstiger zu bekommen war! Dabei hat Aloe Vera Pulver praktisch kaum noch einen Nutzen für die Haut und ist gar nicht zu vergleichen mit dem reinen Aloe Vera Saft. Frau Beer war überrascht – und nahm die Sache selbst in die Hand!

Zunächst rührte sie sich selbst Cremes an – bald dann auch für ihre Freundinnen. Die Rezept-Ideen bekam sie aus der Fernsehserie Hobbythek, die damals im WDR lief. Sie wandelte sie einfach ab und nahm immer Aloe Vera Saft anstatt Wasser. Sie selbst und alle ihre Freunde waren begeistert von ihren Cremes und wollten immer mehr und mehr davon. Schließlich entwickelte Frau Beer zusammen mit einer befreundeten Apothekerin selbst Rezepte – und durfte diese dann auch endlich verkaufen (weil eine Apothekerin an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt war).

Nun konnte es losgehen … aber wie jeder weiß, der selbst schonmal ein Produkt auf den Markt gebracht hat: es ist gar nicht so leicht, seine Zielgruppe zu erreichen, wenn man praktisch kein Budget und kein Netzwerk in der Branche hat. Sabine Beer und ihrem Mann steckt die Geschäftstüchtigkeit aber wohl im Blut: jedenfalls gingen sie einfach mal mit einem Körbchen mit Creme und Infos zum Produkt beim Jahreszeitenverlag in Hamburg vorbei und wenig später gab es den ersten vier Seiten langen Artikel in der Vital. Und damit war der Durchbruch geschafft!

Das Ganze passierte Ende der 90er Jahre … seitdem hat sich Santaverde als Aloe Experte auf dem Markt etabliert und mittlerweile schon mehrere Forschungsförderungen der Europäischen Union bekommen, u.a. zur wirkstoffschonenden Verarbeitung von frischen Aloe Vera Blättern.

Der Anbau und die Verarbeitung der Aloe Vera Blätter passiert auch heute noch ausschließlich auf der eigenen Finca in Estepona, in Andalusien. Mittlerweile wachsen dort an die 20.000 Pflanzen – winzig kleine Setzlinge und große, stattliche Aloes.

Wenn die Aloe Vera Blätter geernet werden, wird das Gel herausgeschnitten und schockgefroren. Dann wird es nach Hamburg transportiert, wo die Blätter entsaftet und die Santaverde-Produkte dann gemischt werden.

Schön finde ich persönlich, dass Santaverde auch als großes Unternehmen im Sinne der Lean Production produziert. Das bedeutet, dass sie das Entsaften der Blätter einen Experten machen lassen und auch das Mischen der (eigenen) Rezepte von einem externen Experten gemacht wird. Sie selbst konzentrieren sich darauf, was sie am besten können: Rezepte entwickeln und wirkstoffstarke, gesunde Bio-Aloe anpflanzen. Anstatt selbst einen Maschinenpark zu kaufen, nutzen sie das Know How derjenigen, die die größte Expertise in diesem Bereich haben. Das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern bringt dem Unternehmen auch mehr Freiheit. So manches Naturkosmetik-Unternehmen mit eigenen Maschinen gerät schnell in Zugzwang, um ihre komplette Unabhängigkeit zu finanzieren – das führt nicht selten zu “Billiglinien” oder Einsparungen in der Qualität der genutzten Resourcen.

Santaverde nutzt übrigens nicht nur das Gel der Blätter, sondern auch die Blüten. Die Blüten kommen in der Anti-Age-Kosmetik Linie age protect zum Einsatz – mit diesem besonderen Produkt mit Aloe Vera Blütennektar ist Santaverde bisher komplett einzigartig auf dem Markt.

Die Aloe Vera blüht nur einmal im Jahr – nämlich jetzt im Februar. In diesem Monat muss also der Bedarf eines ganzen Jahres gedeckt werden. Nach vielen Jahren Erfahrung, haben Frau Beer und ihr Team (“das beste Team, das man sich wünschen kann”) ein gutes Gespür dafür entwickelt, wie viele Blüten sie brauchen und frieren die frischen, per Hand gepflückten, Blüten direkt vor Ort in Estepona ein. 

Aber warum überhaupt Aloe Vera?

Die folgenden Informationen kommen direkt von der Santaverde-Website, die ich euch sowieso sehr ans Herz legen kann, weil es einfach total spannend ist, über die verschiedenen Wirkstoffe zu lesen und sich die Filme über das Unternehmen und die Aloe anzuschauen!

Reiner Aloe Vera Saft unterstützt den natürlichen Prozess der ständigen Regeneration unserer Hautzellen intensiv und stellt für neue, junge Zellen ein großes Nährstoffreservoir mit hoher Bioverfügbarkeit dar. Denn Aloe Vera Saft besitzt eine Vielzahl von Inhaltsstoffen in natürlichem Verbund, unter anderem Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, Enzyme, diverse sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mono- und Polysaccharide. Der wichtigste Inhaltsstoff ist die Aloverose. Der Mehrfachzucker, der nur in der Aloe Art „Aloe barbadensis Miller“ vorkommt, bindet die wirkstoffgesättigte Feuchtigkeit auf der Haut.

In Studien nachgewiesene, kosmetische Wirkungen des Aloe Vera Gels auf der Haut:

– Unterstützt die natürliche Regeneration
– Wirkt zellerneuernd
– Spendet und bindet Feuchtigkeit
– Wirkt antientzündlich

Ich durfte selbst einige große Aloe Vera Blätter mitnehmen, als ich auf der Farm war und meine ganze Familie wird seitdem jeden Abend (nach sonnigen Tagen) einmal im Gesicht und an den Armen mit dem frischen Aloe Vera Gel eingeschmiert. Es wirkt wunderbar kühlend und erfrischt die Haut – vorallem aber merkt man sofort, wie ein leichter Sonnenbrand geheilt wird. Ein Freund von uns, den wir hier auf unserer Reise mit dem Wohnmobil getroffen haben, hat sehr helle, empfindliche Haut und darf eigentlich kaum eine Minute ohne Schutz in die Sonne. Ihm habe ich ein Blatt geschenkt und er sagt, seiner Haut ging es noch nie so gut und seine leichten Sonnenbrände sind noch nie so schnell verheilt.

Spannend finde ich auch, wie die Pflanze wächst: die Setzlinge können wochenlang auf der Erde liegen und auch die Blätter schon austrocknen und trotzdem leben sie noch und werden zu stakren gesunden Pflanzen, wenn man sie wieder in die Erde setzt. Ja, Frau Beer erzählte mir sogar, dass die kleinen Pflanzen, die besonders lange ohne Wurzeln im Boden klarkommen mussten, später zu den stärksten werden.

Ich selbst habe mir zwei Setzlinge von der Farm mitgenommen und diese liegen nun in einer Papiertüte im Wohnmobil. Ich freu mich drauf, sie zeitnahe einzupflanzen und zu beobachten, wie sich meine Aloes entwickeln werden!

Ebenfalls spannend und faszinierend finde ich, dass sich das Blatt der Aloe Vera wieder verschließt, wenn man es unten am Ansatz von der Pflanze trennt. Das weist auf die Ausdauer und Stärke dieser Pflanze hin! Denn selbst, wenn das Blatt von der Pflanze getrennt ist, behält es die Flüssigkeit im Inneren noch über Wochen! So sind Aloe Vera Blätter sehr gut lagerfähig und können sogar als Ganzes z.B. nach Deutschland exportiert werden.

Die Aloe ist sowieso eine sehr wiederstandsfähige Pflanze, die auch im trockenen Klima Spaniens kaum Wasser braucht. Auf der Santa Verde Finca wird so gut wie nie bewässert – im Gegenteil: der Pferdemist, der auf den Feldern liegt, speichert die Feuchtigkeit besonders gut und die Erde unter dem Mist bleibt fast immer leicht feucht. Das wiederrum ist der optimale Nährboden für ander Pflanzen und so blühen zwischen den Aloes unglaublich viele verschiedene kleine Blümchen, die wiederrum als Nahrung für Bienen und andere Insekten von Nutzen sind.      

Die Santaverde Finca zu besuchen ist eine wahre Freude, wenn man vorher durch die Monokultur-Landschaft der konventionellen Landwirtschafts Spaniens gefahren ist!

Um mehr darüber zu verstehen, warum Bio-Anbau so wichtig ist, möchte ich hier auch nochmal auf mein Interview mit dem Bio-Veganen Bauern Daniel Hausmann verweisen, dass ich vor zwei Jahren hier auf dem Blog veröffentlicht habe.

Übrigens nutze ich selbst die Produkte von Santa Verde seit ich in meiner letzten Schwangerschaft mit trockener Haut zu kämpfen hatte. Meine Erfahrungen habe ich damals HIER geteilt.  

Die Produkte sind wirklich unvergleichbar und ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Aber ich empfehle auch, sich mal ein frisches Aloe Vera Blatt zu kaufen und das frische Gel auf trockene oder juckende Hautpartien aufzutragen. Es gibt eigentlich kaum etwas Besseres!

Wer selbst mal die Santaverde Finca in Estepona besuchen möchte, findet HIER noch mehr Informationen dazu – die Finca steht allen Besuchern offen!

Mehr Infos zu Santaverde, die Firmengeschichte und die Produkte findet man auf santaverde.de

Ich hoffe, dass euch dieser Einblick in die Welt von Santaverde gefallen hat und freue mich auf eure Kommentare und Feedback hier und auf meinem Instagram Account.     

Share
Folgen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.