Vegan Fair Fashion von Greenbomb – und das neue Lieferkettengesetz!

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Heute möchte ich ein veganes Fair Fashion Label aus Halle an der Saale vorstellen und gleichzeitig auf das neue Lieferkettengesetz aufmerksam machen, welches kürzlich beschlossen wurde. Wird Fair Fashion jetzt “normal”? Und in wie weit verfolgt ein nachhaltiges Label wie Greenbomb das Gesetz sowieso schon? Was wird sich durch das Gesetz eventuell ändern? Darum geht es in meinem heutigen Beitrag!

Das Fair Fashion Label Greenbomb hat vor ein paar Monaten das erste Mal meine Aufmerksamkeit gewonnen, als ich feststellte, dass Greenbomb in Halle an der Saale sitzt – dort habe ich nämlich mal gewohnt und die Stadt ist außerdem Nachbarstadt zu Leipzig, wo ich die letzten zehn Jahre zu hause war. Irgendwie hat man ja zu Firmen in der direkten Umgebung immernoch mal einen andere Beziehung 😉

Ich habe mich also vor einigen Monaten mit Greenbomb vertraut gemacht, mir die Firmenphilosophie angeschaut und mich mit den Mitarbeitern ausgetauscht, um möglichst viel über das junge Label zu erfahren. Ja, mittlerweile weiß ich, dass es auch bei Fair Fashion Labels wichtig ist, genau hinzuschauen und nachzufragen, bevor man irgendetwas kauft oder hoch in den Himmel lobt. Bei Greenbomb allerdings stimmte von vornherein alles: der freundliche Kontakt, die absolute Transparenz, das lässige Design, die Firmenphilosophie und die Qualität der Produkte. 

Da Greenbomb wirklich absolut transparent ist, habe ich mir überlegt, dass es das perfekte Label ist, um euch mal ein paar Informatonen zum Thema Lieferkette bzw. Produktionskette mitzugeben!

Wer ist Greenbomb?

Lars Losse und Holger Wach haben Greenbomb gegründet, weil sie davon überzeugt sind, dass faire und nachhaltige Kleidung das neue Normal sein muss. Holger Wach sagt über sein Label: “Wir verfolgen einen grünen Faden. Soziale Standards, Klimaschutz  und Nachhaltigkeit sind unser Kern.” 

Aber was bedeutet das jetzt im Detail?

Zunächst einmal braucht es für den “grünen Faden” nachhaltige Materialien aus denen die Kleidungsstücke gefertigt werden. Greenbomb verwendet ausschließlich zertifizierte Bio-Baumwolle und Viskose-Fasern der Lenzing AG wie z.B. LENZING™ oder ECOVERO™. Viskose wird aus Bäumen gewonnen und die Lenzig AG stellt sicher, dass für ihre Viskose nur FSC-zertifizierten Fasern verwendet werden und dass die Fasern mit deutlich weniger fossilem Energieeinsatz und Wasser produziert werden, als generische Viskose.

Sowohl bei der Baumwolle als auch bei den Viskose-Fasern werden hohe Sozialstandards entlang der gesamten Material-Lieferkette sichergestellt; das ist möglich indem jeder Lieferant oder Zwischenhändler auditiert sein muss, um ein entsprechendes Zertifikat zu erhalten. Und nur die Fasern bzw. Materialien die zertifiziert sind, werden dann eingekauft.

Meine Bluse hier ist übrigens auch aus ECOVERO™ – gegenüber Baumwolle hat diese Viskose-Faser den Vorteil, dass sie quasi nie die Form verliert, bei guter Faser-Qualität eigentlich nicht gebügelt werden braucht und sich sehr angenehm fließend und sanft auf der Haut anfühlt.

Produktionsstätten und Lieferkette

Neben der Auswahl der Fasern spielen natürlich noch andere Punkte eine wichtige Rolle entlang des “grünen Fadens” – zum Beispiel die Produktionsstätten!

Greenbomb produziert in der Türkei, der Ukraine und in Bangladesch. Alle Betriebe sind GOTS-zertifiziert und arbeiten qualitativ hochwertig. Beides ist wichtig: durch die GOTS Zertifizierung sind faire und sichere Arbeitsbedingungen sichergestellt und die Qualität und Langlebigkeit eines Produktes ist am Ende ein wichtiger Aspekt, wenn es um die Nachhaltigkeit eines Labels geht!

Für alle GOTS-zertifizierten Produkte gilt außerdem: Die Unternehmen werden jedes Jahr neu zertifiziert und insofern jährlich auf Umwelt- und Sozialstandards überprüft! Dies wird von einer unabhängigen Zertifizierungsfirma durchgeführt. Trotz dieser Zertifizierung fahren Lars Losse und Holger Wach, die Geschäftsführer und Gründer von Greenbomb, zwei Mal im Jahr zu den Produktionsstätten, um sich intensiv auszutauschen und sich immer wieder neu zu versichern, dass wirklich alles mit rechten Dingen zugeht. Greenbomb hat außerdem eine eigene ständige Produktionsleiterin, die die Abläufe in der Türkei vor Ort kontrolliert – hier wird also doppelt und dreifach gecheckt und geprüft; ich finde, das solche Aufmerksamkeiten ein gutes Label ausmachen!

Noch mehr Transparenz …

Greenbomb geht noch weiter, als das Minimum und so sagen die Geschäftsführer: “Jedes unserer Kleidungsstücke hat nicht nur seinen eigenen Stil, sondern auch eine eigene Geschichte. Diese wollen wir erzählen und für unsere Kunden greifbar machen.”

Um dies zu erreichen, arbeitet das Label seit Mai 2021 mit einem Start-up aus Düsseldorf zusammen, deren Software es ermöglicht das Firmeninterne Nachhaltigkeitsmanagement auf eine neue Ebene zu heben: die gesamte Lieferkette soll von nun an für den Endkunden visuell darstellbar sein! So werden ab der Herbst/Winter Kollektion 2021 viele Styles mit den  entsprechenden Informationen versehen sein und in Zukunft soll es dann sogar möglich sein, dass die Produkte mit einem QR-Code am Hangtag versehen werden. So können sich die Kunden direkt auf dem Smartphone über den genauen Weg ihres Lieblingsteiles informieren! Das nenne ich echte Lieferkettentransparenz!

Und was will das neue Lieferkettengesetz?

Das neue Lieferkettengesetz regelt unter anderem, dass entlang der gesamten Lieferkette untersucht werden muss, ob es zu Verletzungen der Menschenrechte kommt. Zwar wird gesagt, dass es bei dem Gesetz darum geht, Kinderarbeit und Ausbeutung zu beenden, gleichzeitig ist das Gesetz aber ein Kompromiss, denn es gilt vorerst nur für Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten und ab 2024 dann ab immerhin auch für Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten; aber was ist mit all den anderen?

Außerdem umfasst das Gesetz nicht den Beginn der Wertschöpfungskette und genau hier herrschen oft die furchtbarsten Arbeitsbedingungen. Zum Thema seltene Erden, Coltan-Abbau und co habe ich z.B. hier schon mal etwas geschrieben.

Es ist also fraglich wie viel da Gesetz tatsächlich ändern wird; die Großen können die angedrohten Bußgelder vermutlich gut stemmen, während die Kleinen sowieso nicht von dem Gesetz betroffen sind und weiterhin machen können, was sie wollen – auf Kosten von Mensch und Natur!

Was ändert sich für Fair Fashion Label wie Greenbomb?

Da Greenbomb sich, wie oben beschrieben, sehr um Transparenz, soziale Standards und Nachhaltigkeit bemüht, ändert sich für dieses – und die meisten anderen Fair Fashion Label – nichts mit dem neuen Gesetz. Selbst wenn sie weniger transparent wären, würden sie – Stand jetzt – nicht unter das Gesetz fallen, da sie weniger als 3000 Mitarbeiter haben.

Insofern ist das Gesetz zwar hoffentlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber eben auch nicht mehr als en Schritt – auf einem noch sehr weiten Weg hin zu einer nachhaltigeren, gerechteren Welt. Label wie Greenbomb sind wundervolle Vorreiter auf diesem Weg und können anderen zeigen, wie nachhaltiges und faires Wirtschaften funktioniert; so dass alle davon profitieren!

Wenn du nun neugierig geworden bist und dich auch mal bei Greenbomb umschauen möchtest, dann geht es hier hier entlang 🙂

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Hast du dich schon mit dem neuen Lieferkettengesetz auseinandergesetzt? Oder überhaupt mit den Lieferketten deiner Lieblingslabel? Erzähle mir gerne mehr dazu – in den Kommentaren und/oder auf Instagram!

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