Nachhaltig und Natürlich – So halte ich mein Baby im Winter warm!

Der Winter ist da und auch wenn die Temperaturen noch nicht ganz da sind, wo wir sie Mitte Dezember gewohnt sind, so müssen wir Mütter und Väter uns langsam Gedanken darüber machen, wie wir unser Baby im Winter warm halten! Im heutigen Post zeige ich dir, welche Materialien und welches Layering-Prinzip ich anwende, um mein Baby auch bei kalten Temperaturen warm zu halten!

Egal ob Winter oder Sommer, an die Haut meiner Kinder kommen nur natürliche Materialien. Warum? Das ist ganz einfach: Polyester und andere Plastik-Materialien sind nicht atmungsaktiv und so schwitzt ein Kind im Sommer schnell darin, wird im Winter nicht richtig warm – oder aber wird zu warm, weil die Wärme nicht durch die Plastik-Faser entweichen kann. Ganz abgesehen davon sind Polyester und co keine nachhaltigen Materialien, denn sie sind aus Erdöl gewonnen, nicht abbaubar und leiten bei jedem Waschgang Mikroplastik in unser wertvolles Grundwasser. Das allein sollte eigentlich schon Grund genug sein, bei der Babykleidung (und der eigenen Kleidung) auf natürliche Materialien zurückzugreifen.

Im Sommer ist das generell sehr einfach, denn es gibt mittlerweile sehr viele Produkte aus Bio-Baumwolle auf dem Markt. Aber wie sieht es im Winter aus? Baumwolle allein ist schnell zu kühl, wärmt nicht genug – und viele Eltern wünschen sich mehr. Ich auch!

Aber welche natürlichen Materialien kommen für ein Baby überhaupt in Frage und was sind die besten Layering-Möglichkeiten?

Ich persönlich schwöre auf einen Material-Mix aus Wolle, Seide und Baumwolle. Dabei ist mir bei allen drei Materialien wichtig, dass sie nachhaltig und unter ethisch korrekten Bedingungen hergestellt sind. Ich vertraue da der Fair Fashion Marke, in deren Kleidung mich schon meine Mutter als Baby eingepackt hat: Hess Natur! Hess Natur ist nicht umsonst im Juni 2019 zu Deutschlands nachhaltigster Modemarke gewählt worden – hier können die Kunden seit 30 Jahren darauf vertrauen, dass es den Schafen deren Wolle sie tragen, gut geht und dass die Bauern, die die Baumwolle pflanzen fair bezahlt werden. 

Ich bin als Kind bis in meine rebellische Pubertäts-Zeit hinein in Hess Natur Kleidung herumgelaufen und heute tragen meine Kinder die hochwertigen Stücke. Für meine Tochter, die mittlerweile vier ist, habe ich als Baby einige Basics aus Wolle-Seide, Wolle und Baumwolle gekauft, die mein Sohn (sechs Monate) jetzt tragen kann. Wenn man gut auf die Sachen achtet und sie vor allem vor Motten schützt dann halten sie defintiv mehrere Kinder aus.

Das Gute bei hochwertiger Babykleidung aus natürlichen Materialien ist außerdem, dass sie nicht nur lange halten, sondern, dass man auch nicht viel braucht: da Wolle ein lebendiges Material ist, muss man es praktisch nie waschen (höchstens mal die Essensreste und co herausbürsten) und kann ein Teil immer und immer wieder anziehen. Uns reichen so für unser Baby zwei Bodys aus Wolle-Seide, zwei Woll-Pullis, zwei feste Baumwoll-Hosen, zwei Baumwoll-Strumpfhosen, außerdem zwei bis vier Longsleeves und ein bis zwei Strampler. Mehr braucht unser Baby nicht! Die Sachen rotieren und wenn ein Body doch mal gewaschen werden muss, waschen wir ihn mit der Hand aus und hängen ihn auf – dann ist er am nächsten Tag wieder einsatzbereit.

Aber wie ziehe ich nun mein Baby an, damit es im Winter warm ist und die Haut trotzdem noch atmen kann?

Ich liebe hier das Layering-Prinzip, auch Zwiebel-Prinzip genannt: mehrere Schichten (aus unterschiedlichen Materialien) übereinander machen es möglich, je nach Bedarf eine Schicht aus- oder anzuziehen.

Ganz unten trägt mein Baby immer einen Wolle-Seide Body. Sowohl im Sommer, als auch im Winter. Warum Wolle-Seide? Seide hat hautberuhigende Eigenschaften, wärmt und wirkt Temperatur ausgleichend. In Kombination mit Wolle kühlt der Wolle-Seide Body im Sommer und wärmt im Winter. 

Über den Body kommt immer eine Strumpfhose. Hier greife ich auf die gute altbewärme Baumwolle zurück. Warum? Weil sie robust ist und es ihr nichts ausmacht, wenn das Baby mit ihr über den Boden robbt.

An warmen Tagen reicht manchmal schon der Body und die Strumpfhose, wird es allerdings kälter kommt jetzt die nächste Schicht:

Ein Longsleeve aus Baumwolle. Das Longsleeve hat nicht nur die Funktion, mein Baby zusätzlich zu wärmen, sondern schont auch auch den Wolle-Seide Body. Das Longsleeve aus robuster Bio-Baumwolle darf ruhig über den Boden robben, das Material hält dem Baby-Alltag gut stand und ist auch bei monatelangem robben-und-krabbel-Einsatz langlebig.

Über das Longsleeve kommt jetzt ein Strampler. Je nach Wetter entweder aus Baumwolle, oder, bei kälteren Temperaturen, aus Schurwolle. Ein Strampler hat den Vorteil, dass er nicht nur die Baby-Beinchen, sondern auch die Brust wärmt und außerdem dem Bäuchlein Platz lässt, so dass nichts zwickt und einengt.

Im Winter ist ein Woll-Strampler meiner Meinung nach das A und O. Auch wenn unten drunter nur Baumwolle getragen wird, so wird das Baby durch den Woll-Strampler trotzdem richtig schön warm. Übrigens, wusstest du schon dass die Bezeichnung Schurwolle nur dann verwendet werden darf, wenn ausschließlich vom lebenden Schaf geschoren wurde? Bei der Bezeichnung “Wolle” kann es sich auch um mindere Qualitäten wie Sterblingswolle oder Reißwolle handeln. Da sollte man beim Kauf also immer drauf achten!

An richtig kalten Tagen kommt über das Longsleeve auch noch ein Woll-Pullover. Der wärmt die kleinen Ärmchen und sorgt auch dafür, dass Brust und Bauch schön warm bleiben. Wenn mein Baby dann in diese Schichten eingepackt ist, braucht es eigentlich nichts weiter. Selbst wenn wir draußen sind und es im Tragetuch ist, ist es so gut eingepackt. Nur an die Füße muss natürlich noch ein extra Schutz (dicke Socken, Puschen oder Schuhe) und wenn es sich um richtig eisige Temperaturen handelt, dann ziehen wir noch einen Overall über das Ganze. Bei einem Baby, dass schon so groß ist, dass es durch den Schnee robben möchte, eignet sich ein Wollwalk-Overall am besten, da dieser die Feuchtigkeit nicht durchlässt.

Mit den richtigen Kleidungsstücken sind auch kalte Temperaturen kein Problem und das Baby kann im Winter wie im Sommer viel Zeit draußen an der frischen Luft verbringen!

Nun hoffe ich, dass dir dieser Post gefallen hat und du ein was für dich und deinen Baby-Alltag mitnehmen konntest! Eine wunderschöne Winter- und Weihnachtszeit noch!

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