Mehr Nachhaltigkeit im Haushalt Teil 1: 7 Tips – Textilpflege für eine längere Lebensdauer!

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Heute starte ich in eine neue kleine Reihe hier auf dem Blog: es wird in den nächsten Monaten mehrere Posts zum Thema “Mehr Nachhaltigkeit im Haushalt” geben. Ich habe mir zusammen mit meinem Mann ein paar Themen überlegt, die wir euch demnächst nach und nach vorstellen möchte – ich freu mich schon drauf!

Heute starte ich mit einem Post zum Thema “Textilpflege” und freue mich diesen Post in Zusammenarbeit mit der nachhaltigen Firma ARIES Umweltprodukte zu schreiben, die viele Produkte für den ökologischen Haushalt und Garten im Sortiment haben.

Warum ich mich ausgerechnet für das Thema Textilien als erstes Thema entschieden habe?

Nun, über eine Million Kleidung landet jedes Jahr in Deutschland im MÜLL! Gleichzeitig wurden rund 64,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 in Deutschland für Textilien ausgegeben. Was daran nachhaltig ist? Nichts! Daher ist mir das Thema Textilien richtig zu pflegen und achtsam mit ihnen umzugehen ein Herzensthema.

Natürlich muss man vorweg nehmen, dass ein Großteil dieser Kleidung auch einfach deswegen im Müll landet, weil Kleidung und Textilien dank der Fast Fashion Industrie zur Wegwerf-Ware geworden sind und viele Kleidungsstücke von vornherein so produziert worden sind, dass sie nicht länger als einen Waschgang halten. Dennoch landet auch viel im Müll, weil wir es verlernt haben, auf unsere Kleidung achtzugeben – es gibt ja so einfach und billig Nachschub, da ist es ja egal, ob etwas zu heiß gewaschen oder von Motten zerfressen wird. So jedenfalls denken leider viele.

Sich bewusst um seine Kleidungsstücke zu kümmern, ist schon fast altmodisch; das fängt dabei an, sich anzuschauen, aus was für einem Material ein Kleidungsstück ist, bevor man es überhaupt kauft (Naturfasern muss man z.B. seltener Waschen als z.B. Polyester-Fasern, weil sie einfach nicht so schnell riechen), es geht damit weiter, dass man darauf achtet Textlien richtig zu waschen und nach dem Waschen nicht alles wahllos in den Trockner zu werfen. Und schließlich geht es weiter damit, Kleidungsstücke richtig zu lagern, damit man nach einem Sommer nicht Mottenlöcher in sämtlichen Woll-Pullis hat. Und wenn dann doch mal etwas ein Loch hat, dann muss das Kleidungsstück nicht direkt in den Müll – mit ein wenig Nähgeschick lässt es sich leicht reparieren. Und wem das zu kompliziert ist, dem bleibt immernoch die Änderungsschneiderei, die oft auch tolle Tips für kompliziertere Fälle hat!

Natürlich fängt das Thema Nachhaltigkeit im Haushalt erstmal damit an, bewusster zu konsumieren. Aber dennoch: es ist eine Sache, bewusster zu konsumieren – und ich bin froh, dass das immer mehr Menschen tun! Aber es ist dann auch noch eine andere Sache, auf die Dinge achtzugeben, die wir konsumieren!

Ich erinnere mich z.B. daran, wie ich nach der Geburt meiner Tochter einen wunderschönen Woll-Anzug für sie bekommen habe. Ich hatte ihn mir gewünscht, denn er war fair hergestellt, sehr gut verarbeitet etc. er würde bestimmt sehr viele Kinder überstehen, bis er irgendwann abnutzt. Nun, ich ließ ihn dann allerdings leider zwei Sommer in einem Stoffbeutel unter dem Bett und als ich ihn wieder hervorholte, war er von Motten zerfressen! Sowas ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch nicht nachhaltig!

Hier sind also meine 7 Tips für Textilpflege für eine ländere Lebensdauer:

1. Auf natürliche Materialien setzen

Natürliche Materialien wie Baumwolle, Wolle und andere, müssen seltener gewaschen werden, als Polyester-Fasern, da sie nicht so schnell anfangen zu riechen – so wird weniger Wasser und Waschmittel benötigt und die Umwelt geschont. Außerdem halten natürliche Materialien in der Regel länger und sind leichter zu reparieren, wenn doch mal ein Loch entsteht.

2. Nicht zu oft waschen

Wer weniger wäscht, verbraucht weniger Resourcen. Man muss nicht unbedingt jeden Pulli nach einem halben Tag tragen waschen, oft reicht (bei natürlichen Materialien) auch, das Kleidungstück auf einem Kleiderbügel auszulüften!

Dazu ein kurzer Exkurs von der Website des Umweltbundesamts:

Etwa 630.000 Tonnen Waschmittel werden jährlich in Deutschland verbraucht. Umgerechnet verbraucht jeder Einwohner fast 8 Kilogramm Waschmittel im Jahr. Hinzu kommen Weichspüler und weitere Waschhilfsmittel und Wäschepflegemittel, insgesamt sind das etwa 220.000 Tonnen pro Jahr. Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass Verbraucher beim Einkauf und beim Gebrauch von Waschmitteln den Waschmittelmarkt entscheidend beeinflussen und zugleich etwas für den Schutz der Umwelt tun können.

Aber ganz abgesehen vom Waschmittel gilt natürlich: weniger waschen verlängert auch die Lebensdauer von Textilien, da sie weniger schnell abgenutzt werden!

3. Richtig waschen

Wenn dann gewaschen wird, dann sollte IMMER auf die Waschanleitung im Kleidungsstück geachtet werden. Wenn da drin steht, dass es 30 Grad Feinwäsche sein soll, dann sollte man nicht die 60 Grad Funktion der Waschmaschine wählen!

4. Ökologisches Waschpulver benutzen

Das hat nicht direkt etwas mit der Lebensdauert eines Kleidungsstücks zu tun, ist aber trotzdem wichtig!

Konventionelles Waschmittel enthält zum Teil sehr große Mengen Duftstoffe, antibakterielle Inhalts- und Konservierungsmittel sowie Füllstoffe, die man auch Rieselstoffe nennt. Diese haben einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt, landen in unserem Grundwasser und kommen so in unsere Nahrungskette. Eine gute Nachricht ist immerhin, dass in Deutschlan seit 2005 alle Tenside, die in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt werden, vollständig biologisch abbaubar sein müssen. Das bedeutet allerdings “nur”, dass sie innerhalb von 28 Tagen zerfallen sein müssen. Während dieses Zeitraums bis sie sich abgebaut haben stellen sie also trotzdem noch eine Belastung für die Umwelt dar. Deshalb ist jedes vermeidbare Tensid einen Gewinn für die Umwelt und richtiges/niedriges Dosieren wichtig! Ökologische Waschmittel reinigen meist mit pflanzlichen oder mineralischen Tensiden anstatt mit Tensiden aus Erdöl, wie es die meisten herkömmlichen Waschmittel enthalten.

Andere schwer abbaubare Stoffe, die man in konventionellem Waschmittel findet – allerdings nicht in ökologischen Waschmiteln sind EDTA (Ethylendiamintetraacetat), Phthalate, Triclosan, Schwermetalle, Nitromoschus- und polyzyklische Moschusverbindungen.

Es lohnt sich auf ökologisches Waschmittel umzusteigen, um diese Stoffe unserer Umwelt fern zu halten!

5. Richtig trocknen

Insbesondere Textilien aus natürlichen Materialien sollte man vorsichtig trocknen und darauf achten, dass sie nicht die Form verlieren. Einen getrickten Baumwoll-Pulli trocknet man so z.B. lieber liegend und hängt ihn nicht auf. Bei locker gestrickten Woll-Teilen ist das sogar noch wichtiger!

6. Richtig lagern

Welche Teile aus deinem Schrank werden am besten aufgehängt? Welche besser gerollt gelagert, damit sie nicht so stark knittern und welche kann man einfach falten und stapeln? Es lohnt sich auch hier auf die “Bedürfnisse” jedes Kleidungsstückes einzugehen, das spart u.a. das Bügeln, aber hilft auch gegen Verformung der Teile.

Außerdem ist es definitv sehr hilfreich und sinnvoll einen Mottenschutz im Kleiderschrank bzw. in der Kommodo zu haben! Aber auch hier gilt wieder: was für ein Mottenschutz ist der Richtige?

Es gibt viele chemische Wege, Motten fern zu halten, aber diese haben am Ende auch nicht viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Zum Glück gibt es auch einige komplett natürliche und ökologische Möglichkeiten!

Zwei der wirksamsten Optionen zur Mottenbekämpfung sind zum einen natürliche Duftstoffe und zum anderen helfende Nützlinge! auf diese beiden Punkte werde ich weiter unten nochmal genauer eingehen.

An dieser Stelle möchte ich nur kurz erwähnen, dass es immer eine sinnvolle Maßnahme ist, Kleiderschränke und Kommoden mit Lavendelsäckchen und/oder Duftspendern mit Lavandinöl auszustatten!

7. Richtig einlagern

Und zuletzt möchte ich dir ans Herz legen, die Winter- bzw. Sommer-Geraderobe in der jeweils anderen Saison richtig einzulagern. Es ist einfach so schade und ärgerlich, wenn man nach dem Sommer die Wintergeraaderobe wieder zurück in den Schrank räumt und feststellen muss, dass der Lieblingspulli von Motten zerfressen ist!

Ich sprühe meine Kleidung vor dem Einlagern mit Anti Mott Textilspray von Aries ein; das Spray wirkt mit Lavandinöl und Azadirachtin (aus den Samen des Neembaums) und lässt sich sehr einfach anwenden. Nach sechs Monaten sollte man die Kleidung erneut besprühen – aber dann ist der Winter in der Regel ja sowieso wieder da 😉

Neben der Option mit dem Textilspray möchte ich noch auf einige andere Anti Mott Produkte aufmerksam machen, die ich persönlich nicht nur nachhaltig und innovativ, sondern auch einfach sehr sehr praktisch finde!

Absolut genial finde ich das Anti Mott Öl von Aries! Das ist eine gebrauchsfertige Emulsion mit Lavandinöl und pflanzlichem Carnaubawachs. Mit dieser Kombination kann man gleichzeitig Holzpflege im Kleiderschrank (oder Bettkasten) betreiben und sich vor Motten schützen! Es duftet wunderbar nach Lavendel und wir sind völlig begeistert davon, wie einfach es anzuwenden ist, wie es jetzt in allen Schränken duftet – und wie es gleichzeitig so effektiv ist!

Es gibt wie gesagt zwei nachhaltige und natürlich Möglichkeiten Motten fernzuhalten: natürliche Duftstoffe und zum anderen helfende Nützlinge!

Alle oben beschriebenen Möglichkeiten funktionieren mit Duftstoffen – die für uns Menschen angenehm, für Motten (und übrigens auch für andere textilfressende Käfer) aber unangenehm sind. Eine andere Möglichkeit Motten nicht nur fern zu halten, sondern auch zu vertreiben sind Nützlinge!

Mottlock® MOTTCONTROL® arbeitet mit der Schlupfwespe! Die winzigen Tierchen funktionieren sowohl bei Mottenproblemem im Vorratsschrank und im Kleiderschrank. Als ihr natürlicher Feind unterbricht die Schlupfwespe den Entwicklungszyklus der Motten, indem sie die Motteneier parasitiert. Das heißt, sie legt ihre eigenen Eier in die der Motten und tötet sie so ab. Es schlüpfen immer wieder neue Nützlinge, bis alle Motteneier verschwunden sind. Ziemlich genial, oder!?

Nach so viel Input zum richtigen Waschen, Einlagern und Mottenbekämpfung würde ich sagen: allerhöchste Zeit den Kleiderschrank aufzuräumen, die Wintersachen einzulagern, zu schauen, ob alles im Schrank richtig lagert – und frei von Motten ist!

In diesem Sinne wünsche ich dir eine tolle Woche und viel Spaß beim Aufräumen 🙂

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