Erstausstattung (Sommer)Baby – Was brauche ich wirklich?

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Was brauche ich eigentlich wirklich für mein (Sommer-)Baby? Wie sollte eine Erstausstattung aussehen – und was brauche ich vielleicht gar nicht wirklich, obwohl es überall zum Verkauf angeboten wird? Diese Fragen beantwortet mein heutiger Beitrag!

Jetzt, bei Kind Nummer drei fühle ich mich in der Lage darüber schreiben zu können, was man WIRKLICH an Erstausstattung für eine Baby braucht – und was man eigentlich nicht wirklich braucht. Ich habe bei Kind Nummer Eins definitiv Dinge gekauft, die ich nicht brauchte, während ich bei Kind Nummer Zwei so minimalistisch unterwegs war (wir waren mit Kind Nummer Zwei ein Jahr im Wohnmobil auf Reisen – da war wenig Platz), dass mir einige Dinge ganz ehrlich gefehlt haben. Kind Nummer Drei zieht jetzt den Joker, da ich genau weiß, was ich brauche und wo ich es in der Qualität, die mir gefällt bekomme. Und diese Erfahrungen teile ich heute mit dir!

Dazu darf aber natürlich auch gesagt werden, dass wir Eltern sehr individuell sind: es gibt defintiv MUST HAVES für jedes Baby, aber dann gibt es auch einige NICE TO HAVES, die ich einfach gerne und viel verwende, die einige aber vielleicht gar nicht wichtig finden (Tragetuch!?) – und dann gibt es wiederrum Dinge, die andere Eltern überlebenswichtig finden, worüber ich nur den Kopf schütteln kann (ein extra Anti-Geruch-Mülleimer für Windeln!?). In meiner Liste und meinen Empfehlungen hier und heute ist also defintiv noch Spielraum für individuelle Bedürfnisse 🙂

Außerdem möchte ich hier auch noch anmerken, dass sich der Beitrag heute an Sommer-Babys richtet! Ich bekomme im Juli Kind Nummer drei und da es im Juli bekanntlich wärmer ist, als im Dezember, brauche ich viele von den Dingen nicht, die ich unbedingt für ein Dezember-Baby kaufen würde!

Hier also meine Empfehlungen für die Erstausstattung für ein Sommer-Baby!

Die Capsule Wardrobe für mein Sommer-Baby

Ich nehme direkt mal eins vorweg: ein Baby braucht nur SEHR WENIGE Kleidungsstücke! Sehr viel weniger, als die meisten denken. Viel wichtiger, als die Menge der Kleidung ist – Überraschung – die Qualität! Wer einen guten, hochwertigen Wolle-Seide-Body hat, der wird dem Sommer-Baby nur dann kurz einen Wechselbody anziehen, während der Wolle-Seide-Body von Muttermilch-Resten befreit wird; ansonsten braucht es nicht mehr als diesen einen hochwertigen Body.

Und das zieht sich letztendlich durch den gesamten Baby-Kleiderschrank. Ein Baby krabbelt noch nicht durch den Matsch und außer, dass es hin und wieder ein wenig Muttermilch ausspukt, wird die Kleidung nicht grundlegend dreckig. Entsprechend wenig braucht man tatäschlich auch nur.

Ich beziehe seit Kind Nummer Eins meine Babykleidung von Hess Natur, da ich mich dort auf Material und Qualität verlassen kann. Tatsächlich wurde ich selbst als Baby bereits in Hess Natur Wolle-Seide gepackt und das gebe ich nun an meine Kinder weiter.

Hier meine Capsule Wardrobe Erstaustattung in der Sommer-Edition:

MUST HAVES:

Ein Wolle-Seide-Body

Eine Wolle-Seide-Hose

Ein Wolle-Seide-Hemdchen

Ein bis zwei Wechsel-Bodys aus Biobaumwolle

Ein Schlafanzug

Ein Overall für etwas kältere Tage

Ein Woll-Overall für kalte Tage

Dicke Socken

Eine Mütze (Wolle-Seide, dünne Wolle oder Bio-Baumwolle)

Insbesondere in den ersten Wochen, in denen das Baby sowieso quasi nur schläft, braucht es tatsächlich eigentlich nicht mehr als das. Meistens ist das Baby ja zusätzlich noch entweder im Bett eingemummelt, gepuckt, im Tragetuch verpackt oder im Kinderwagen zugedeckt und hat daher noch keinen Bedarf an dickeren Kleidungsstücken; auch nicht an kühleren Sommertagen.

(Anders ist es natürlich beim Winter-Baby!)

NICE TO HAVES:

Ein schicker Strampler für “wenn das Baby mal hübsch aussehen soll”

Ein kurzer Sommer-Overall aus Biobaumwolle für besonders heiße Tage

Eine Strumpfhose zum Wechseln

Eine Jacke

Ich halte persönlich nicht so viel davon, mein Baby jeden Tag in ein neues schickes Outfit zu stecken, damit es “hübsch” aussieht. Dennoch kann ich gut verstehen, wenn man sich einen etwas schickeren Strampler zulegt, damit man was für Fotos oder “zum Vorzeigen” für die Familie hat.

Für besonders heiße Tage kann man sich ein “Sommer-Outfit” kaufen, man braucht es aber nicht unbedingt, da das Baby mit nackten Beinen im Wolle-Seide-Body auch sehr gut aufgehoben ist.

Eine Jacke ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich notwendig, kann aber sinnvoll sein, wenn man das Baby häufiger draußen liegen hat – meine Babys hatten nie Jacken an, aber sie waren auch meistens in ein (Trage-)Tuch gewickelt oder zugedeckt.

Warum Naturmaterialien? Warum Wolle-Seide?

Vielleicht ist die aufgefallen, dass in meiner Liste sehr viele Kleidungsstücke aus Wolle-Seide oder sogar aus Wolle bestehen – und das obwohl das hier doch eine Sommer-Baby Erstaustattung ist!? Wieso also Wolle-Seide und Wolle?

Wolle-Seide bringt einige Vorteile mit sich: das Misch-Material hat tolle temperaturregulierende Eigenschaften und hat sich somit sowohl an besonders heißen als auch an besonders kalten Tagen bewährt. Außerdem ist es schmutzabweisend und trocknet sehr schnell – als komplett natürliches Material hat es auch selbstreinigende Fähigkeiten (wie auch Wolle) und braucht daher praktisch nie wirklich gewaschen werden (auslüften und abbürsten reicht in der Regel). So kann ein Kleidungsstück einfach immer wieder getragen werden und wird zwischendurch nur kurz gelüftet. Da braucht man einfach direkt viel weniger, weil weniger in der Wäsche landet!

Wolle ist noch etwas wärmender als Wolle-Seide, ist aber ebenfalls wundervoll atmungsaktiv und schützt somit vor Überhitzung. Ich habe immer gern einen Woll-Overall für mein Baby zur Hand um es an kälteren Tagen optimal zu wärmen. Außerdem ist für mich eine Mütze/Häubchen aus Wolle-Seide oder Wolle Teil des Standard-Programms.

Abgesehen von Wolle und Wolle-Seide versteht es sich hoffentlich von selbst, dass wir unsere Babys möglichst von Schadstoffen und Pestiziden fern halten sollten und daher generell auf biologische Naturmaterialien zurückgreifen dürfen (Baumwolle aus KbA etc.).

Was braucht man sonst noch so? 

Neben einer Grundausstattung an Kleidung, gibt es noch ein paar andere Dinge, die ich für mein Baby regelmäßig und gerne verwende und brauche.

Das Allerwichtigste: Mullwindeln bzw. Spucktücher!

Mullwindeln, also einfache, große Baumwoll-Tücher aus dünnen, weichem Stoff, sind insbesondere in den ersten Wochen ein ständiger Begleiter: Muttermilch wegwischen, Brust abtrocknen, Spucke von der Schulter wischen … das alles geht wunderbar, wenn man immer eine Mullwindel zur Hand hat. Das geht natürlich mit jeder Mullwindel, aber besonders viel Freude macht es, wenn sie auch noch schön aussieht. Die Spucke von Baby Nummer Drei darf daher dieses Jahr mit den schönen Mullwindeln von Hess Natur wegegewischt werden – die mit dem Wal-Motiv ist mein persönlicher Favorit 🙂

Pucktuch, Schlafsack und Decke

Drei weitere Teile, die meiner Meinung nach Teil der Erstausstattung sind, sind das Pucktuch, ein Schlafsack und eine (Baum)Woll-Decke. Hier würde ich allerdings sagen, dass es auch etwas individuell ist, ob man wirklich alles drei braucht: Baby Nummer Eins und Zwei haben zum Beispiel bei uns im Bett unter einer normalen Bettdecke geschlafen und wir haben unseren Schlafsack damals nicht ein mal verwendet. Da wir nun zu fünft sein werden und somit manchmal auch zu fünft im Bett, wollten wir jetzt gerne einen Schlafsack einführen, damit einfach genug Platz und Ruhe für alle Kinder ist. Ob mit Arm oder ohne ist wieder eine individuelle Entscheidung; allerdings darf wirklich jeder genau darauf achten, dass er aus einem atmungsaktivem Naturmaterial ist und nicht zu dick!

Eine (Woll)-Decke dagegen ist ein wirkliches Must Have; ob im Kinderwagen, auf dem Wohnzimmer-Fußboden, im Bett oder ganz woanders; das Baby mag einfach immer mal wieder zugedeckt werden.

Ein Pucktuch habe ich bei allen Babys verwendet und würde es auch jedem empfehlen: praktischerweise kann man das Pucktuch auch direkt als leichte Sommerdecke verwenden, wenn man an warmen Tagen einfach ein bisschen zusätzlichen Schutz wünscht.

Stillkissen, Tragetuch und Kinderwagen

Hier noch drei Sachen, die ich für meine Kinder gerne verwendet habe: zunächst mal das Stillkissen. Das hatte ich auch bei Kind Nummer Eins aber nicht bei Kind Nummer Zwei und ich habe es vermisst! Ich nutze das Stillkissen tatsächlich selten zum Stillen selbst, sondern um daraus ein Windschutz-Nest für das Baby zu bauen, als Rausfallschutz und um es mir gemütlich zu machen: insbesondere in der Schwangerschaft ist so ein Stillkissen im Bett ein Life Changer, da man es wunderbar unter den dicken Bauch legen kann und somit Gewicht auffangen kann. Außerdem kann man ein Bein drum schlagen und auch somit den Rücken entlasten.

Bei Kind Nummer Eins hatten wir sowohl Tragetuch (aus Tragetuch-Stoff und nicht aus einer beliebigen Webart!) als auch Kinderwagen und obwohl wir den Kinderwagen selten benutzt haben, war ich dankbar dafür ihn in gewissen Situationen zu haben (Abendessen mit Freunden draußen …). Bei Kind Nummer Zwei hatten wir keinen Kinderwagen, sondern nur das Tragetuch und ich war oft in Situationen, wo ich gernen einen gehabt hätte! Ob Kind Nummer Drei einen Kinderwagen bekommt oder nicht, haben wir aktuell tatsächlich noch nicht entschieden, aber das Tragetuch ist natürlich und defintiv wieder dabei!

Was sonst noch fehlt

Neben der Liste bis hierher, gehört natürlich ein kuscheliger Wickeltisch zur Erstausstattung. Ob man allerdings eine Babybadewanne wirklich braucht, ist wieder sehr individuell. Wir hatten bei Kind Nummer Eins eine und haben sie nie benutzt, weil wir es einfach schöner fanden mit dem Baby zusammen in die große Wanne zu steigen.

Wer mit dem Baby Auto fährt, braucht natürlich noch eine Babyschale und wer das Baby nicht mit ins Familienbett nimmt, der braucht ein Babybett. Aber viel mehr ist es dann eigentlich auch nicht! Etwas Mandelöl für die Körperpflege, ein paar (Stoff-)Windeln und jeeeede Menge Nähe, Geborgenheit und Liebe!

Oder was meinst du? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Teile deine Erfahrungen gerne mit mir in den Kommentaren hier oder auf Instagram!

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