Ein Entspanntes Familienwochenende in Hamburg – meine Tipps!

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Vor Kurzem haben wir uns getraut als vierköpfige Familie einen Städtetrip nach Hamburg zu machen und haben dort ein richtig schönes und entspanntes Familienwochenende verbracht. Heute teile ich meine Tipps und Erfahrungen um auch mit kleinen Kindern eine stressfreie Zeit in der Großstadt zu verbringen!

Seit wir Kinder haben, reisen wir eigentlich nur noch irgenwo in die Naur, da wir Kinder und Großstadt immer mit Stress verbunden haben. Nun war es aber so, dass unsere große Tochter sich schon seit vielen Monaten sehr gewünscht hat, das Miniaturwunderland in Hamburg zu besuchen und so haben wir uns nun doch getraut und sind mit zwei kleinen Kindern in die Großstadt gefahren. Was soll ich sagen? Wir hatten ein wunderschönes, absolut entspanntes und stressfreies Wochenende!

Wie wir das geschafft haben und was meine Tipps für ein Familienwochenende in Hamburg sind, das teile ich gerne mit dir!

Die passende Unterkunft finden

Da ich hochschwanger bin und wir mir zwei kleinen Kindern unterwegs waren, war für uns klar, dass wir eine Unterkunft brauchen, die es uns ermöglicht, wirklich zu entspannen, wenn wir dort sind.

Ein Air BnB kam für das Wochenende nicht für uns in Frage, da ich – hochschwanger – nicht auf den Komfort eines Hotels verzichten wollte und mich nicht selbst um Dinge wir Frühstück oder Aufräumen kümmern wollte. Bei der Frage nach dem richtigen Hotel war für uns klar, dass wir etwas brauchen, dass ruhig liegt und uns echte Erholung bietet.

So sind wir schnell auf das Hotel Wälderhaus in Wilhemsburg gestoßen und waren sehr glücklich mit dieser Wahl!

Das Wälderhaus in Wilhemsburg

Das Hotel liegt im verkehrsberuhigten Teil von Wilhemsburg, direkt am Inselpark; im Umkreis von wenigen Kilometern finden sich diverse (richtig tolle!) Spielplätze und viel Raum und Grün zum Austoben. Die Straßen direkt um das Hotel herum, sind komplett autofrei und so konnten wir die Kinder ganz entspannt frei herumrennen lassen, ohne dass wir uns Sorgen machen mussten.

Das Hotel selbst ist eine kleine Öko-Oase: alle Zimmer-Wände und Decken sind aus ökologisch verarbeitetem Holz und jedes Hotelzimmer ist nach heimischen Bäumen und Sträuchern benannt.  Über diese Bäume wird in dem jeweiligen Raum zusätzlich informiert. Was mir besonders angenehm aufgefallen ist: der Geruch! Anstatt nach synthetischen Reinigungsmitteln und Duftstoffen, riecht das Wälderhaus nach Wald! Naja, also zumindest nach Holz. Dieser besondere Duft beruhigt einen sofort und hatte auch einen positiven Einfluss auf die Kinder – jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass auch sie im Hotel besonders gut runterfahren konnten.

Übrigens ist das Dach des Wälderhauses mit 9.000 heimischen
Kleingewächsen bepflanzt! Das Gründach verbessert das Mikroklima in der Stadt durch Evaporation und Transpiration, da das Regenwasser verdunstet und so die Luft kühlt. Die dichte Bepflanzung wirkt wie eine zusätzliche Dämmung zur Isolierung des Gebäudes und schützt im Sommer vor Hitze, im Winter vor Kälte.  So viel Natur haben wir bisher nur selten mitten in der Stadt erleben dürfen.

Das Wälderhaus ist defintiv eine Empfehlung meinerseits und mit 84€ für ein Doppelzimmer absolut preiswert. Als Familie mit zwei Kindern empfehle ich das Komfortzimmer; hier kann die Couch einfach zu einem zweiten Doppelbett umfunktioniert werden.

Veganer aufgepasst: aktuell ist das vegane Angebot beim Frühstück (welches für 14€ gebucht werden kann) sehr überschaubar. Da ich dies im Vorfeld wusste, haben wir uns einfach selbst Aufstrich und einen veganen Käse mitgenommen. Hafermilch und hausgemachte Marmelade gibt es vor Ort, wer aber gerne deftig frühstückt, der sei hiermit informiert 🙂

Welche Aktivitäten mit Kindern in Hamburg?

Mein Tipp für jeden Urlaub oder Ausflug mit Kindern: weniger ist mehr! Bloß kein straffes Programm planen, sondern eher wenige Punkte über den Tag verteilt anstreben und dazwischen viel Raum für wahlweise Eis-Pause im Park oder Tobe-Pause auf dem Spielplatz lassen. Mit einem straffen Programm tut man weder sich selbst als Eltern noch den Kindern einen Gefallen!

Insofern haben auch wir nur wenige, dafür besondere Programm-Punkte für unser Hamburg-Wochenende geplant: einen Besuch im Miniaturwunderland, eine Hafenrundfahrt und einen Restaurant-Besuch, den ich mir gewünscht hatte.

Ansonsten haben wir uns einfach auch viel Zeit genommen, gemeinsam im Inselpark zu picknicken, die Spielplätze der Umgebung zu erkunden (es gibt in der Nähe vom Wälderhaus einen richtig tollen Wasserspielplatz!) und auch einfach im Hotelzimmer zu kuscheln.

Das war sowohl für die Kinder sehr angenehm, als auch für mich – in der 38 SSW brauchte ich einfach viele Pausen und immer wieder kleine Auszeiten von den touristischen Hotspots Hamburgs.

Das Miniaturwunderland

Nach einem entspannten Freitag Nachmittag, den wir in Wilhemsburg verbracht haben, ging es am Samstag als aller erstes in das Miniatur Wunderland.

Das Miniatur Wunderland ist die weltweit größte Modelleisenbahnanlage, die mit sehr viel Herz, Witz und technischer Meisterleistung entstanden ist – und sich permanent weiterentwickelt.

Unsere Tochter schaut bereits seit Monaten jedes YouTube Video über das Wunderland und möchte schon ewig dorthin. Lange war es wegen dem Lockdown nicht möglich und nun wollten wir die Zeit, bevor das Baby da ist, noch schnell ausnutzen, um ihr diesen großen Wunsch zu erfüllen.

Und was soll ich sagen? Es war toll! “Dank” Corona war es nicht sehr voll und unsere Kinder konnten sich alles in Ruhe anschauen und alle Knöpfe (die verschiedene Aktivitäten auslösen) drücken.

Mich persönlich hat neben der beeindruckenden Anlage vorallem positiv überrascht, wie menschen- und familienfreundlich das ganze Wunderland aufgestellt ist: es wird ausdrücklich daraufh hingewiesen, dass man im Bistro auch eigene Speisen essen kann. Gleichzeitig sind die Preise für (veganes!) Chili oder Spaghetti mit Tomatensoße absolut moderat und defintiv weit von dem entfernt, von dem was man sonst in so manchen Restaurants innerhalb touristischer Attraktionen findet. Toll war außerdem die große Spiel- Kletter- und Tobe-Ecke im Bistro, genauso wie der extra Bereich für stillende Frauen. Im Wickelraum liegen gratis Windeln aus und auf den Toiletten Recycling-Klopapier. Alles nur Kleinigkeiten, aber Kleinigkeiten, die mir persönlich positiv in Erinnerung bleiben werden und das ganze Miniaturwunderland in einem sehr guten Licht strahlen lassen! 

Hamburger Hafenrundfahrt

Nach dem Besuch im Wunderland sind wir von der Speicherstadt zu den Landungsbrücken spaziert. Das ist ein sehr schöner Spaziergang, den man auch mit Kindern sehr gut machen kann.

An den Landungsbrücken haben wir dann den Kinderwage geparkt und sind in eine sogenannte Barkasse gestiegen. Die kleinen Boote liegen flach im Wasser und sind klein genug um auch durch die Speicherstadt zu schippern (bei Flut! Bei Ebbe geht es leider nicht). Wir haben eine einstündige Tour gemacht und das war von der Zeit her genau richtig für die Kinder – es war spannend genug, die Stunde gut durchzuhalten, aber länger hätte die Fahrt dann auch nicht dauern dürfen. Für uns Erwachsene war die Fahrt sehr interessant und unser netter Kapitän hat viele interessante Anekdoten erzählt und uns alle bei bester Laune gehalten.

Die Landungsbrücken

Ich möchte noch ein paar Sätze zu den Landungsbrücken und Kindern sagen; hier ist es in der Regel sehr voll und es gibt viele Buden mit Essen, Luftballons, Karussells und mehr. Wenn du weißt, dass dein Kind schnell von zu vielen Eindrücken überfordert ist – oder wenn du wenig Zeit hast – dann ist das vielleicht nicht so ganz der richtige Ort für dich und deine Familie.

Mein Tipp: unbedingt einen Kinderwagen in den alle Kinder passen, mit auf einen Städtetrip nehmen! Unsere Große ist zwar schon sechs Jahre alt, aber wenn wir so einen ganzen Tag unterwegs sind, dann braucht sie trotzdem auch ihre Pausen. Wir haben einen Thule Fahrradanhänger, den man auch als Kinderwagen nutzen kann und in den beide Kinder (sechs und zwei) wunderbar zusammen reinpassen. Außerdem passt da auch das Gepäck mit rein und man muss nichts schleppen 😀 

Wir haben uns bewusst viel Zeit für die Landungsbrücken gelassen, haben die Kinder gucken lassen und sie durften auch zwei Mal Karussell fahren. Dann haben wir sie irgendwann mit einem Eis in den Thule gesetzt und sie haben ganz gemütlich dem Treiben von dort aus zugeschaut, während wir sie nicht permanent im Blick haben brauchten und entspannt unseren Spaziergang fortsetzen konnten.

Vegan essen in Hamburg

Für mich gibt es keinen Städtetrip ohne dass ich nicht mindestens ein veganes Restaurant und/oder Café besuche! Ich liebe es einfach, Cafés und Restaurants kennenzulernen und neue Gerichte, Kuchen und co zu probieren! In Hamburg ist das Angebot an veganen Hotspots gewaltig und großartig und je nachdem wo du bist, wirst du mit Sicherheit etwas Tolles finden!

Was mich sehr gefreut hat; direkt bei den Landungsbrücken gibt es ein richtig gutes veganes Restaurant mit absolut moderaten Preisen und einer wundervoll achtsamen, freundlichen Bedienung! Das TA Vegan House liegt direkt parallel zu den Landungsbrücken und ist eines der besten – nein DAS beste – vegan vietnamesische Restaurant in dem ich je war. Und ich war in vielen! Die Karte ist übersichtlich (was ich immer sehr gerne mag!) und neben einer kleinen Auswahl an köstlichen Bowls (je 10€)  gibt es vietnamesische Tappas! Also lauter kleine Speisen für je 5€. Wir haben beides bestellt und dazu hausgemachten Hibiskus-Eistee getrunken und es war ein Traum! Besonders schön: sogar die Kinder haben sich mit Eifer auf alles gestürzt und so viel Gemüse gegessen, wie schon lange nicht mehr 😀

Hin und Zurück und Unterwegs

Zuletzt noch ein paar Sätze dazu, wie wir angereist sind. Wir haben für diese Reise den Zug genommen und unser Gepäck war – wie oben schon gesagt – im Thule verstaut. In Hamburg haben wir uns mit S-Bahn bewegt; nach Wilhemsburg sind es vom Hauptbahnhof gerade mal zehn Minuten und zu den Landungsbrücken nicht viel weiter.

Unseren Thule konnten wir sowohl in der S-Bahn als auch im Zug problemlos mitnehmen.  

Mehr Infos zu Hamburg und aktuellen Angeboten findest du übrigens auf hamburg-tourism.de

Und warst du schonmal in Hamburg? Hast du dort auch schonmal ein Familienwochenende verbracht? Was sind deine persönlichen Highlights? Teile deine Erfahrungen gerne mit mir – hier in den Kommentaren oder auf Instagram!

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