Christmas Gifts with a Cause: HEY HO! Granola (Post in German)

Today’s post will be in German as I am talking about a small German manufacture…

… HEY HO! Granola aus Lüneburg um genau zu sein! Die Müslirösterei, die die nicht-industriele Revolution ausrufen möchte und in Handarbeit weltbestes Granola herstellt. Und zwar nicht von irgendwem und auch nicht primär um Geld zu verdienen und nicht mal primär, weil dieses Granola noch auf dem Markt gefehlt hat und das beste der Welt ist; sondern um Arbeitsplätze für sozial Schwache zu schaffen!

Ich habe Christian, einen der drei Gründer, vor einigen Monaten auf einer Messe kennengelernt und war sofort begeistert von der Idee hinter dem Projekt. Wenig später brachte mit der Postbote vier Gläser Granola vorbei und spätestens da war ich dann verliebt. Nicht nur, dass die ganze Geschichte drum herum bemerkenswert ist, nicht nur, dass das Granola bio, vegan und super lecker ist, sondern es kommt auch noch in diesen super genialen Gläsern (anstatt wie oft üblich in Wegwerf-Plastikverpackung)! Nachdem die vier Gläser leergefuttert waren, haben wir sie als Trinkgläser weiterverwendet und wer meine Instastories verfolgt, der weiß, dass ich meine Smoothie, Matchas und Kakaos am liebsten aus den HEY HO! Gläsern trinke 😀

Meiner Meinung nach ist dieses Granola das perfekte Topping auf jedem Weihnachtsgeschenk! Wieso, weshalb, warum? Lese mehr im Interview mit HEY HO! Mitgründer Christian.

Vorab eine kurze Vorstellung des Unternehmens:
(Text von der Website übernommen und angepasst)

Aus der tiefen Überzeugung, dass jeder Mensch, egal welche Vorgeschichte er hat, seinen Teil zum großen Ganzen beitragen kann, röstet HEY HO! Premium-Granolas in Handarbeit und bester Bio-Qualität. In der Lüneburger HEYHO!-Rösterei sollen Menschen einen festen Arbeitsplatz finden, die es in der Vergangenheit nicht ganz so leicht hatten. Menschen mit Fähigkeiten und einer Geschichte. Menschen die Ihren Platz in unserer Gesellschaft verloren haben. Wo andere Unternehmen die Türen zuschlagen, macht HEYHO! sie auf.

In enger Kooperation mit dem Herbergsverein Lüneburg will HEY HO! zeigen, dass soziales Unternehmertum möglich ist. Die Hälfte der Gewinne spendet HEYHO! übrigens in Projekte zur Beseitigung von Wohnungslosigkeit.

Hey Christian, danke, dass du dir mitten im Weihnachtsgeschäft die Zeit nimmst, mir meine Fragen zu beantworten! Kannst du erst nochmal kurz erzählen,  was HEY HO! Granola eigentlich ist und was euch ausmacht?

Moin Rosa! Bei HEYHO! backen wir vegane Bio-Granolas in einer kleinen Rösterei in Lüneburg. Soziale Zielsetzung von HEYHO! ist es, so viele Menschen wie möglich wieder in eine Beschäftigung zu bringen, von der sie leben können. Menschen die z.B. aufgrund von Flucht, längerer Krankheit, mangelnder Ausbildung oder Wohnungslosigkeit keine Chance auf eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt haben. Bei HEYHO! stellen wir keine Menschen an um Granola zu rösten, wir rösten Granola um Menschen anzustellen. Das trifft’s wahrscheinlich am Besten.

Ihr möchtet Menschen, die sozial benachteiligt werden, Arbeit geben und sie somit wieder mehr in die Gesellschaft integrieren. Wie kamt ihr auf diese Idee?

Timm und ich kennen uns aus der gemeinsamen Zeit in der Arbeit für die Eiscrememarke Ben &Jerry’s. Inspiriert von der Frage welche Rolle Unternehmen in der heutigen Zeit eigentlich spielen sollten, haben wir angefangen an einem Konzept für ein Unternehmen zu arbeiten, das in vielerlei Hinsicht die Dinge anders angeht. Etwas später lernten wir über einen Zufall Stefan kennen, der seit über 16 Jahren in der Lüneburger Wohnungslosenhilfe arbeitet. Lustigerweise las der grad ein Buch über eine soziale Bäckerei in den USA, die seit über 30 Jahren sehr erfolgreich Menschen mit besonderen Biographien wieder in die Gesellschaft zurückholt. Das haben wir uns zum Vorbild genommen und setzen es jetzt mit HEYHO! in Lüneburg um!

Habt ihr euch da bewusst dazu entschieden, nicht z.B. mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten sondern mit Sozial Benachteiligten? Oder dürfen sowohl Menschen mit Behinderung als auch Sozial Benachteiligte Menschen bei euch arbeiten?

Grundsätzlich wollen wir als Unternehmen genau die Offenheit an den Tag legen, die wir uns auch für unsere Gesellschaft wünschen. HEYHO! ist ein Betrieb, in dem wir unsere Mitarbeitenden nicht danach bewerten wo sie herkommen oder welche „Einschränkungen” sie mitbringen. Vielmehr wollen wir uns gemeinsam mit jeder und jedem einzelnen auf den Weg machen, die persönlichen Zeile eines jeden zu erreichen. Dabei grenzen wir niemanden aus.

Ihr seid gerade dabei, eure eigene Müsli-Rösterei aufzubauen, wie weit seid ihr da? Wann werdet ihr wahrscheinlich den Betrieb starten können?

Im Moment produzieren wir noch in einem Cateringbetrieb der Uni Lüneburg. Dort dürfen wir für eine sehr faire Miete die Räumlickkeiten inkl. Backöfen und zwei Lagerräume nutzen. Für den Start ist das echt super, weil wir die Leerzeiten des Betriebs gut nutzen können- Mittelfristig kommen wir da von der Produktionsmenge aber an unsere Grenzen. Daher schauen wir so langsam schon nach leerstehenden Immobilien für die eigene HEYHO!-Rösterei in Lüneburg. Perspektivisch können wir uns einen Umzug in den eigenen Betrieb für Mitte/Ende 2018 vorstellen. Dabei suchen wir aktuell auch noch Partner aus dem Raum Lüneburg, die uns bei diesem Wahnsinnsprojekt unterstützen!

Mit eurem Granola möchtet ihr eine “nicht industrielle Revolution” starten; kannst du dazu noch ein paar Sätze sagen? Das ist ja wahrscheinlich nicht nur eine Werbefloskel!?

Nö, ist es nicht. Wir machen bei HEYHO! echt alles in Handarbeit, vom Mischen, Rösten und Abfüllen bis hin zum Bekleben der Deckel und dem Versand der Pakete. Gerade Menschen die lange Zeit nicht am Arbeitsleben teilgenommen haben wollen wir mit klaren und überschaubaren Arbeitsprozessen aufzeigen, dass jede Tätigkeit wichtig ist und jeder seinen Teil zum großen Ganzen beitragen kann. Es funktioniert nur gemeinsam! Ob jemand grad Hafer wiegt, Schokobrezeln in Gläser abfüllt oder Pakete packt, HEYHO! ist das Ergebnis der Menschen dahinter. Und nicht von anonymen Maschinen. Alles andere ist für uns eben nur Müsli.

Habt ihr eure Rezepte eigentlich alle selbst entwickelt?

Ja, haben wir tatsächlich. Wir hatten einfach Bock, Dinge auszuprobieren und mit bestehenden Konventionen zu brechen. So kamen dann eben schokolierte Dinkelbrezeln in unser Late Night Breakfast, Kurkuma und Chai-Gewürze in unser Golden ChaiChai Granola und das Lüneburger Salz in Saltcity Original. Für neue Sorten haben wir auch schon wieder 1000 Ideen im Kopf, Ihr dürft also gespannt sein was 2018 noch so von uns kommt…

Wo bezieht ihr eure Zutaten? Achtet ihr hier darauf möglichst regional zu beziehen?

Absolut! Unsere Zutaten beziehen wir vom Großteil von unseren Freunden und Unterstützern-seit-der-ersten-Stunde, der Bohlsener Mühle. Wir beziehen immer so regional wie möglich, wenn die Qualität der Rohstoffe vergleichbar ist. Einige Zutaten wie unsere handgeschlagenen Kokos-Streifen wachsen jedoch leider nicht auf niedersächsischen Kokospalmen, daher beziehen wir Sie von Partnern die Ihre Rohstoffe wiederum von kleinen Kooperativen in den Anbauländern beziehen.

Und zuletzt: warum meinst du, ist HEY HO Granola das perfekte Weihnachtsgechenk?

Unsere HEYHO!-Gläser machen sich bestens unter Tannenbäumen jeder Art weil sie Menschen wieder eine Perspektive bieten und nebenbei auch noch richtig, richtig lecker sind!

Bestellen könnt ihr das Revolutionsgranola auf: goheyho.com

Meine Lieblingssorten sind übrigens Salt Lake City und Late Night Breakfast (mit schokolierten Dinkelbrezeln…hmm…)

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