Über meine Spirituelle Praxis

“Spirituelle Praxis” klingt eigentlich ziemlich komisch und ich weiß auch gar nicht genau, ob es das trifft. Was ich heute teilen möchte, sind einfach ein paar kleine Tools, die ich im Alltag anwende – um glücklich zu sein, zufrieden zu sein, mein Vertrauen zu behalten, meinen Optimismus zu behalten, das Leben einfach so schön wie möglich zu leben. Es sind wirklich nur kleine Tools und ich komme hier jetzt weder mit der mega Morgenroutine um die Ecke, noch mit der tollsten Meditationstechnik der Welt. Ich meditiere nämlich nicht. Und eine Morgenroutine habe ich auch nicht wirklich. WHAT? Und ich bin trotzdem der Meinung ein spiritueller Mensch zu sein? Jep, bin ich!

Erst ein wenig zu den äußeren Umständen in meinem Leben: ich bin Mutter einer Dreijährigen, die bei meinem Mann und mir mit im Bett schläft, ich hab einen Blog und ein eigenes Unternehmen und unsere Tochter geht nicht in einen konventionellen Kindergarten, sondern eher in so eine Art Eltern-Kind Gruppe, in der sie zwar stundenweise auch ohne uns ist, aber nie mehr als maximal vier Stunden. Ich bin also 1. selten allein, 2. habe wenig Zeit 3. immer was zu tun.

Und trotzdem muss ich zugeben: seit Beginn diesen Jahres bin ich so entspannt und ausgeglichen wie noch nie. Verrückt aber wahr. 2017 war das bisher anstrengenste und schwierigste Jahr für mich. 2018 ist das bisher entspannteste und schönste. Und es hat sich an meinen äußeren Umständen NICHTS geändert. In einem Kopf dagegen viel.

Also, was mache ich?

  1. Intentionen setzen
  2. Dankbar sein
  3. Vertrauen
  4. Inspirieren lassen
  5. Den richtigen Fokus setzen

Ich gehe jetzt einfach mal in Kürze alle fünf Punkte durch. Wenn ihr zu einem der Punkte mehr Input wünscht, dann schreibt mir einfach und ich mache nochmal einen seperaten Text draus. Das mache ich gern! Ich will euch nur auch nicht langweilen 😉

1. Intentionen setzen

Ich habe wie gesagt keine Morgenroutine, ABER ich setze mir jeden Morgen im Bett eine Intention für den Tag. Ich wache oft mit ganz unterschiedlichen Gefühlen auf – je nachdem, was ich gerade geträumt habe, wie ich geschlafen habe, was an dem Tag ansteht etc. Wenn ich aufwache, dann meistens weil meine Tochter auf mit herumklettert. Eine Intention setzen kann ich trotzdem, das dauert nur ein paar Sekunden. Ich fühle in mich hinein, denke an den Tag der vor mir liegt und überlege, was heute besonders wichtig für mich sein wird (da beziehe ich mit ein, wie ich mich gerade fühle und was an dem Tag ansteht und herausfordernd sein könnte). Meine Intention kann dann sowas sein wie Geduld, Vertrauen, Einsicht, Durchhaltevermögen, Gelassenheit, Ruhe oder anderes. Dieses Gefühl trage ich dann den ganzen Tag dicht bei mir. Wenn ich mir also morgens zum Beispiel Einsicht als Intention setze, dann rufe ich dieses Gefühl immer wieder im Laufe des Tages ab. Es geht irgendwas bei der Arbeit schief? Einsicht! Meine Tochter macht nicht geplant den Mittagschlaf und ich hab deswegen nicht die erhofften 1 1/2 Pause und Zeit für mich? Einsicht! Das Abendessen fällt aus, weil wir mal wieder viel zu lange draußen waren und es gibt deswegen nur Brötchen? Einsicht! Mein Mann sitzt abends am Laptop und arbeitet, anstatt mit mir eine inspirierende Doku zu schauen? Einsicht! Und so weiter 😉

Das funktioniert bei mir so wunderbar gut und ich kann euch wärmstens empfehlen, das mal auszuprobieren!

2. Dankbar sein

Haben wir alle schon mal gehört, dass Dankbarkeit wichtig ist, oder? Aber es kann einfach nicht oft genug gesagt werden! Dankbarkeit ist SO wichtig! So wichtig, dass ich meine Tochter in ein kleines Abendritual mit einbeziehe: wenn wir abends im Bett liegen und das Licht schon aus ist, dann kuscheln wir uns alle aneinander und “beten” zusammen. Eigentlich ist es eher ein “liebes Universum heute bin ich dankbar für…” aber irgendwie ist es ja auch wie ein Gebet. Wir sagen dann alle drei nacheinander wofür wir dankbar sind und das geht dann von “für mein Kuscheleichhörnchen” bis zu “für das unfassbare Glück am Leben zu sein”. Es ist ein Ritual was uns allen dreien sehr viel Freude bereitet und dafür sorgt, dass wir immer mit einem Lächeln einschlafen.

Aber auch im Alltag halte ich gern kurz inne und denke daran, wie dankbar ich bin – dafür, dass ich selbstbestimmt lebe, mein eigenes Business habe, diesen tollen Blog habe, tolle Freunde habe, mich liebe etc. etc. etc.

3. Vertrauen

Vertrauen ist für mich das Wichtigste überhaupt. Ohne Vertrauen hätte ich NICHTS von dem erreicht, was ich in meinem Leben erreicht habe. Ich liebe es tatsächlich mir Herausforderungen zu setzen – auch welche, die mir Angst machen – und dann einfach darauf zu vertrauen, dass alles gut wird. Und es ist bisher immer gut gegangen! Wann immer es mir schlecht geht, wann immer etwas nicht so läuft, wie es soll, als ich z.B. meine beiden Fehlgeburten hatte; ich habe mich immer entschieden zu vertrauen, darauf, dass alles genau so ist, wie es sein soll, darauf dass ich mit jeder Krise wachse, darauf, dass ich mit jedem Streit enger mit meinem Partner zusammenwachse, darauf, dass ich mit jeder Verzweifelung über mich hinauswachse und so weiter. Ich liebe es zu vertrauen! Vertrauen ist für mich das wichtigste ALLER Gefühle und wenn es mir schlecht geht, ich eifersüchtig bin, ich neidisch bin, ich unsicher bin, ich angst habe usw. dann eigentlich immer, weil ich gerade nicht vertraue.

4. Inspirieren lassen

Inspiration ist für mich sehr wichtig. Ich bin ein Mensch, der ständig Input braucht. Ich liebe es zu lernen. Ich habe die Uni geliebt und sogar für meinen Mann die Hausarbeiten geschrieben, weil es mir so viel Freude macht, in unbekannte Themen einzutauchen. Ich brauche die Gedanken anderer, um mich weiterentwicklen zu können, um neue Denkanstöße zu bekommen, um glücklich zu sein!

Hier ein kurzer Schwenk in meine Familiengeschichte: mein Vater ist (unter anderem) Schamane und meine Mutter (unter anderem) Hypnose-Therapeutin. Ich bin also von klein auf mit Themen konfontiert worden, die viele erst später im Leben für sich entdecken. Ich habe meine erste Yoga-Stunde mit vier Jahren gehabt, meine erste Familienaufstellung mit 16 und meine erste schamanische Seelenrückholung mit 19. Und dieser Input meiner Eltern hat mir in all den schwierigen Jahren der Pubertät so enorm geholfen! Ich weiß gar nicht, wo ich heute ohne wäre. Aber ich bin mir sicher, dass ich nicht Unternehmerin wäre und so ein Vertrauen hätte, wenn ich all diesen Input nicht gehabt hätte!

Und nur weil ich nun nicht mehr in der Pubertät bin und nur weil ich jetzt Unternehmerin und all das bin, brauche ich trotzdem konstant Input und Inspiration, um auf meinem Weg und bei mir zu bleiben. Es ist SO einfach sich von schlechten Nachrichten und negativen Menschen in andere Richtungen ziehen zu lassen. Und ich persönlich schaffe es nur, bei mir zu bleiben, wenn ich mich sehr regelmäßig inspirieren lasse. Ich lese z.B. sehr gern, höre auch gern Podcasts, lese einfach Zitate, die mir gut tun, folge Instagram Accounts, die mich inspirieren, unterhalte mich mit Menschen, die mich inspirieren usw.

5. Den richtigen Fokus setzen

Ich war über eine lange Zeit sehr politisch. Habe sowohl im BA als auch im MA neben anderen Fächern auch Politik studiert und war sehr viel im Kopf damit beschäftigt, die Welt auf politische Art und Weise zu retten. Gleichzeitig habe ich mich auch viel mit all den Katastrophen auf der Welt beschäftigt und wurde dadurch auch immer ziemlich runtergezogen. Irgendwann habe ich mich entschieden, den Fokus auf das Posititve zu setzen! Denn (wer sich mit Spiritualität beschäftigt hat, der weiß das natürlich 😉 ), es wächst immer das, worauf man seinen Fokus setzt. In meinem Leben ist das Positive extrem gewachsen, seitdem ich mich auf das Positive konzentriere. Seit ich mich nicht mehr auf den Stress konzentriere, habe ich keinen Stress mehr, seit ich mich auf all die tollen Projekte auf dieser Welt konzentriere, sehe ich die Welt einfach komplett mit anderen Augen, seit ich mich auf die Liebe konzentriere, habe ich ganz andere Beziehungen zu meinen Mitmenschen entwickelt. Es ist einfach absolut herrlich und wunderschön zu sehen, wie genau das wächst, auf das man seinen Fokus legt!

 

Und ist das alles nun tatsächlich eine spirituelle Praxis? Vielleicht nicht, aber es ist das, was mich im Alltag mit dem Universum verbindet – und somit ist es irgendwie eben doch eine spirituelle Praxis. Durch meine Intentionen, meine Dankbarkeit, mein Vertrauen, die Inspiration die ich mir suche und den Fokus den ich setze, fühle ich mich mehr als Teil des großen Ganzen und bin auch näher an dem was man “Gott” nennen kann, das ich meistens Universum nenne.

Das ist jetzt wirklich ein sehr kurzer Abriss und auch eher so ein erstes Anklopfen bei euch; interessiert euch das Thema? Worüber würdet ihr gerne mehr lesen? Wie geht es euch mit dem Thema? Was ist eure Praxis? Ich freue mich drauf, von euch zu lesen!

2 Kommentare

  1. Mai 11, 2018 / 3:23 pm

    Ein super schöner und inspirierender Artikel, liebe Rosa! Kennst Du den Podcast von Laura Malina Seiler? Der würde Dir sicher auch gefallen. 🙂 Liebe Grüße, Franzi

    • Mai 14, 2018 / 1:10 pm

      Danke liebe Franzi! Ja, den Podcast kenne ich tatsächlich auch und versuche auch regelmäßig reinzuhören 🙂

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