Interview with Nuraia and a Cocoa Recipe

Today’s Post is partly in German, as I am interviewing the German start up Nuraia. I got to know Lena and Stefan from Nuraia back in February when we met at a trade fair. Ever since we stayed connected and I am happy to be able to support this congenial business during their crowdfunding campaign that is currently taking place on startnext.com

Nuraia is a really inspiring company and I hope to enjoy this interview as much as I do!

In case you like hot chocolate but you do not like refined sugar, I think it is worth checking out the crowdfunding campaign! I hope the pictures here say enough about how delicious their brand new product actually is 😀

Further down you can find a recipe for an easy and yummy cocoa recipe – in English!

And now to the interview in German…

Liebe Lena, ihr seid nicht nur beruflich sondern auch privat ein Paar. Meine erste Frage ist daher: wie habt ihr euch gefunden?

TatsĂ€chlich haben wir es beide nicht so mit den sozialen Netzwerken, haben uns aber ĂŒber ein solches kennengelernt. Stefan hat ein Bild von mir gefallen – ich habe sein Profil gesehen und musste einfach nach einem Date fragen. Beim ersten Treffen haben wir uns im Wald verirrt, und Stefans entspannte, souverĂ€ne Art haben mich dabei echt beeindruckt- neben verdammt vielen anderen Eigenschaften.

Mittlerweile habt ihr ein gemeinsames Kind und ein Unternehmen, wie kamt ihr auf die Idee zu grĂŒnden?
Schon bei besagtem ersten Treffen haben wir beim unvermeidlichen „Und was machst du beruflich?“ festgestellt, dass wir beide noch nicht gefunden hatten, was uns wirklich glĂŒcklich macht. Seitdem hat uns die TrĂ€umerei ĂŒber GeschĂ€ftsideen nicht mehr losgelassen. Da wir beide beim Kennenlernen ohne Job waren und auch keinen Anspruch auf Hilfe hatten, lag die Idee, irgendwie etwas Tolles selbst zu machen immer in der Luft.
Stefan hat eine lange Drogenerkrankung hinter sich – er kam gerade aus seiner letzten Therapie und war nach ĂŒber 20 Jahren und viel hartem Kampf ein Jahr clean. Zwar ist er gelernter Redakteur, hat immer gearbeitet und teils sehr gute Jobs gehabt, trotzdem ist es mit den LĂŒcken im Lebenslauf eher schwierig, einen befriedigenden Posten zu finden. Ich habe zwei StudiengĂ€nge abgebrochen und keine abgeschlossene Ausbildung, weswegen auch fĂŒr mich bis dato nur Gelegenheitsjobs in Frage kamen. Eine sehr unbefriedigende Situation. Gerade mit der unverhofften Schwangerschaft, die natĂŒrlich viel Druck, aber auch Inspiration mit sich brachte. Und den Wunsch, viel Zeit mit unserem Kind zu verbringen, dann wenn der Kleine es braucht und nicht nach vorgegebenen Betreuungszeiten einer Einrichtung. Auch war ich als Mutter trotz totalem Glucken-Gen nicht ausgelastet, also blieb nur die SelbststĂ€ndigkeit.

Insbesondere Stefans Geschichte und Vergangenheit ist mit Sicherheit eine Inspiration fĂŒr viele Menschen da draußen, könnt ihr wenig darauf eingehen, welche Rolle Stefans Geschichte bei eurer UnternehmensgrĂŒndung gespielt hat? Bzw. welchen Einfluss sie auf eure Entscheidung hatte, nuraia zu grĂŒnden?
Stefan antwortet: Dass ich ĂŒberhaupt noch da bin, verdanke ich nicht zuletzt einer sieben Jahre langen Phase voller ziemlich harter Arbeit, in der ich reichlich viel ĂŒber mich selbst lernen musste – und durfte. Prinzipien wie das akzeptierende Leben im Hier und Jetzt statt des Haderns mit dem Vergangenen oder der Furcht vor der Zukunft haben mir geholfen, die Sucht hinter mir zu lassen. Und sie helfen mir heute, mit den Anforderungen des GrĂŒnderlebens klar zu kommen. Sucht und Startup können jeweils existenziell bedrohliche AusprĂ€gungen annehmen und RĂŒckschlĂ€ge gehören unbedingt zu beidem dazu. Ich bin ein absoluter Profi im Wiederaufstehen und ich gebe niemals auf. Ich habe schon frĂŒh in meiner Suchtgeschichte den Sport fĂŒr mich entdeckt und eine ganze Reihe von Jahren spĂ€ter dann noch die ErnĂ€hrung. Heute kenne ich die Bedeutung des Körpers fĂŒr die geistige Gesundheit aus eigener Erfahrung und ich weiß, wie erstaunlich spĂŒrbar die Auswirkungen sind, wenn man eine Weile lang auf möglichst viel Gift aus der ErnĂ€hrung verzichtet hat. Die vielleicht deutlichste Verbindung zu nuraia ist der Zucker, den manche Menschen – nicht zu Unrecht – als Droge bezeichnen und den wir auch aus diesem Grund in unseren Rezepturen nur sehr sparsam verwenden. Gesunde ErnĂ€hrung ist eine Quelle fĂŒr Lebensenergie, die ich aus der Not heraus angezapft habe, und die sich ĂŒber die Sucht hinaus als besonders wertvoll erwiesen hat.
Dass wir beide einen Hang zum kreativen Spinnen und damit irgendwie das GrĂŒnden im Blut haben, hat Lena ja schon erzĂ€hlt. Ich möchte mein eigener Chef sein, Zeit mit meiner Familie verbringen, wann ich es will und mich und meine Lebenseinstellung in meiner Arbeit ausdrĂŒcken. Das konnte ich in keiner Anstellung finden.

Und was ist dein beruflicher Hintergrund, Lena?
Obwohl ich es meistens als KreativitĂ€t beschönige, bin ich ein ziemlich chaotischer Mensch. Ich kann sehr viel Disziplin aufbringen, aber nur fĂŒr Dinge, die mich wirklich rundherum begeistern. Eigentlich wollte ich TierĂ€rztin werden, umfassende Tierhaarallergien haben mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einen Plan B gab es nie – deswegen war ich mit den nachfolgenden Versuchen irgendwie nicht glĂŒcklich. Immerhin bringen mir die jeweils drei Semester ErnĂ€hrungswissenschaft und PĂ€dagogik heute fĂŒr nuraia und im Umgang mit unserem kleinen Sohn viel.
Seit einiger Zeit mache ich nebenbei noch eine Weiterbildung zur PermakulturDesignerin. Permakultur ist ein Konzept, um multifunktionale, sich selbst erhaltende Ökosysteme mit wirklich nachhaltigen ErtrĂ€gen fĂŒr den Menschen, aber auch fĂŒr die Umwelt zu schaffen. Dieses Thema begeistert mich so, dass ich dran geblieben bin und die Ausbildung dieses Jahr beenden werde.

Woher kommt eigentlich der Name nuraia?
Angefangen haben wir mit der Idee, SportgetrÀnke herzustellen. Daher kam der erste, sehr technische Name bioenergetics, den niemand auf Anhieb verstanden hat, geschweige denn aussprechen oder schreiben konnte. Damit hatten wir uns also vergriffen und als dann noch markenrechtliche Schwierigkeiten hinzukamen, haben wir neu gesucht. Aus dem Namen einer keltischen Lebens- und Fruchtbarkeitsgöttin Noraia und dem Begriff nUtrition ist dann nuraia entstanden. Ein Name, den alle verstehen, die meisten schön und vor allem einprÀgsam und einfach finden.

Bei nuraia dreht sich alles um GetrÀnke, die nicht einfach nur toll schmecken sondern auch einen besonderen Nutzen haben, wie seid ihr auf die verschiedenen Mischungen gekommen?
Alle Pflanzen, die wir als zusÀtzliche sogenannte Superfoods nutzen, sind besonders beliebte Bestandteile unseres eigenen Speiseplans.
Von Kurkuma und den HeilkrĂ€ften, der Goldenen Milch, die dieses WundergewĂŒrz als Basis hat, bin ich schon lange ein Fan. Aber die Mischungen am Markt haben mir einfach alle nicht richtig geschmeckt, es gibt oft kein harmonisches Gegengewicht zum doch sehr intensiven Kurkuma. Bei den selbstgemachten Rezepten stört mich das zugesetzte Öl. Mit dem Kokospulver als Basis bringen wir das Öl direkt mit in unsere fertige Kukuma-Latte-Mischung und haben außerdem eine cremig-sanfte Basis, die dem Kurkuma die SchĂ€rfe nimmt.
Unsere KokoVanilla ist mit Reishi, dem Pilz der Unsterblichkeit, angereichert. Dieser wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin fĂŒr alle möglichen Beschwerden angewandt, wirkt wie Cortison und ist in geringer Dosis sehr ausgleichend. Diese Eigenschaft macht ihn zum optimalen Begleiter fĂŒr die echte Bourbon-Vanille, die wir verwenden. Die beiden Pflanzen ergĂ€nzen sich auf der Basis von Kokos zu einem sĂŒĂŸen, aber zuckerzusatzfreien GetrĂ€nk, das  harmonisierend wirkt. Entspannung und Ruhe im Kopf in achtsamen Ich-Zeiten zu finden, ist heute nicht immer einfach. Unsere KokoVanilla unterstĂŒtzt dabei.
Das Maulbeeren sind beachtliche Pflanzen. Im MatchaLatte nutzen wir die BlĂ€tter des Baumes, die man eigentlich kaum kennt. Diese helfen den Insulinspiegel zu regulieren und wirken somit gegen Heißhunger und senken den Blutdruck. Sie ergĂ€nzen damit den Matcha perfekt.
Vom Guarana in unserem KokoKao verabschieden wir uns gerade. Wir haben etwas Besseres geschaffen.

Worum handelt es sich bei dem fĂŒnften GetrĂ€nk, das ihr nun bald auf den Markt bringt?   
Wir  lieben unsere neue Trinkschokolade im umweltfreundlichen, stilvollen Glas einfach. Sie kommt mit nur 10% KokosblĂŒtenzucker aus und schmeckt mega lecker. Wie alle anderen Produkte ist auch dieses natĂŒrlich bio, pflanzlich und komplett ohne unnötige Zusatzstoffe, wie Aromen oder FĂŒllstoffe.
Es gab einfach noch keine Trinkschoki, die uns geschmacklich und als Eltern im Sinne der Gesundheit unseres Sohnes wirklich ĂŒberzeugen konnte. Jetzt gibt’s eins.

Euer neuer Kakao ist nachhaltig in einem wiederverwendbaren Glas verpackt – plant ihr das auch fĂŒr euren anderen Produkte?
SelbstverstĂ€ndlich! Die Schokoladentafel „GoldstĂŒck“, eine Goldene-Milch-Schokolade, kommt direkt in der umweltfreundlichen Variante, bei den GetrĂ€nken war bis jetzt das Problem, dass die Kunden diese Form der Verpackung fĂŒr GetrĂ€nke nicht kennen. Mit dem optisch einfach wunderschönen Glas, das wir nun gefunden haben, sind wir aber sicher, dass wir unsere Zielgruppe begeistern können.

Und zuletzt natĂŒrlich die Frage: warum  sollte ich jetzt sofort rĂŒber zu Crowdfunding-Kampagne springen und eins der Early Bird Goodies kaufen?
Die beste Frage von allen: Weil das Produkt einfach super ist! Weil UnterstĂŒtzer mit dem Kauf direkt daran beteiligt sind, ein innovatives, wirklich nachhaltiges Produkt in die Regale von dm zu bringen (Das Crowdfunding ist nĂ€mlich ein Wettbewerb der Drogerie dm – die besten Produkte werden deutschlandweit gelistet)! Und weil es wirklich mega lecker ist!

Hier geht es zur Kampagne

And now – in case you cannot get hands on the delicious nuraia cocoa blend – here is how you can make your own nuraia-like cocoa:

Put into your blender:

1 Tablespoon coconut flakes
1 Tablespoon cocoa powder
1 Teaspoon coconut sugar
250ml plant based milk

Mix everthing well and enjoy with ice, if you like 🙂

 

I hope you enjoyed this post! Let me know if you like to read more interviews with small companies and start up – I really would love to know!

 

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