Fair Fashion Interview mit WTW – Women to Women Slow Fashion

– Post in German –
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Ich freue mich sehr, euch heute ein ganz junges und ganz tolles Slow Fashion Label vorstellen zu dürfen! WTW – Women to Women produziert nicht einfach nur wunderschöne, hochwertige Schals und Stolas, sondern setzt sich intensiv für das Empowerment von Frauen in Peru (und der ganzen Welt) ein. Die beiden Gründerinnen setzen sich schon lange mit dem Thema Female Empowerment auseinander und bringen jede Menge Erfahrung mit in das neue Business. Und tatsächlich arbeiten bei WTW ausschließlich Frauen! Zickenkrieg vorprogrammiert? Kein bisschen! Aber lest selbst …

Liebe Andressa, liebe Alexandra, WTW Women to Women ist ein noch ganz junges Label. Könnt ihr kurz erzählen, seit wann es WTW gibt und seit wann ihr die Idee mit euch herumträgt?


Uns gibt es seit 2018, wir haben die Idee mehr oder weniger sofort nachdem wir sie hatten auch umgesetzt. Ich (Alexandra) war bis vor kurzem die Leiterin der DACH Region der IE Business School und habe Andressa für das IE Büro in München eingestellt. Wir fanden uns sofort sympathischen und eigentlich wollten wir IE intern ein Projekt für Female Entrepreneurs starten, dies wurde aber nicht genehmigt. Dann dachten wir, wir finden schon einen Weg weibliche Entrepreneurinnen zu unterstützen und so hat dann alles angefangen.

Die Idee Frauen zu unterstützen, beschäftigt euch schon lange. Wie war euer Werdegang bevor ihr WTW gegründet habt? Ging es in eurem Alltag immer um das Thema Female Empowerment?


Ich (Alexandra) habe mehrere Positionen in der Wirtschaft gehabt, habe während meines MBAs eine Crowdfunding und Mentoring Plattform für Unternehmerinnen in UK gegründet. Dort habe ich festgestellt wie wichtig Role Models aber auch praktische Tipps für die Frauen waren. Als Rechtsanwältin habe ich Frauen im Bereich Gründung beraten und versucht Mut zu machen, und bin neben meiner Tätigkeit als Professorin für Entrepreneurship, Innovation und Recht auch Gleichstellungsbeauftragte meiner Universität. Ich habe das Thema Female Empowerment eigentlich erst entdeckt als ich selbst erfahren habe, dass in manchen Brachen Karriere für Frauen immer noch bedeutet auf Familie verzichten zu müssen und das wollte ich einfach nicht hinnehmen.


Das Ziel von WTW ist es ganz klar, Frauen zu empowern. Könnt ihr kurz zusammenfassen, wie genau ihr das macht?


Wir folgen dem Motto: „You want to support women? Hire them, promote them, buy their products “. Im Peru haben wir eine Partnerfirma, gegründet und geführt von einer jungen Frau (Monica) und hier arbeiten 8 festangestellte Frauen und je nach Auftragslage werden weitere Saison bedingt engagiert. Ziel wäre für uns mehr Festanstellungen zu ermöglichen. Für die Frauen ist es oft die einzige Möglichkeit Geld zu verdienen. Wir wollen aber nicht nur Frauen in Peru unterstützen, sondern eigentlich überall. Wir arbeiten insgesamt mit 9 Frauen direkt die uns durch Fotos, Texte, Homepage oder Social Media unglaublich unterstützen, in DE, USA und Peru. Die Zusammenarbeit funktioniert wunderbar und Kommentare wie „Mein Gott nur mit Frauen? Das ist ja der reinste Zickenkrieg bei euch“ sind eigentlich quatsch, das können glaube ich viele die in reinen Frauenteams arbeiten bestätigen.

Ihr arbeitet eng mit eurer Partnerfirma in Peru zusammen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Wie habt ihr euch gegenseitig gefunden?


Wir sind alle (Andressa, die Designerin Monica und Alex) Alumni der IE Business School, aber Andressa hat unsere Designerin in Peru schon kennengelernt, beide kommen aus Arequipa.

In Peru werden unheimlich schöne, hochwertige Schals und Stolas hergestellt. Wie kamt ihr auf die Idee genau diese Produkte zu verkaufen? Sind auch andere Accessoires oder Kleidungsstücke geplant?


Ich habe die schönen Schals die Andressa getragen hat bewundert und mich gefragt – warum finde ich so etwas nicht auch hier? Wir möchte
n die Produktpalette erweitern und z.B. gut geschnittene Blazer und Mäntel anbieten – leicht aber trotzdem sehr warm. Wir würden gerne mehr Frauen durch unsere Idee engagieren und somit unterstützen. Deshalb möchten wir nun auch Accessoires für den B2B Bereich als Kunden- und Mitarbeitergeschenke anbieten und so Kollaborationen mit Firmen die ebenfalls Frauen unterstützen wollen ermöglichen.

Überlasst ihr das Design und die Auswahl der Farben den Frauen vor Ort in Peru oder designt ihr selbst?


Die Farbenauswahl übernehmen wir und sprechen sehr gerne auch beim Design mit, Monica hilft uns dabei.

Nicht nur das Wohl der Frauen vor Ort ist euch ein Anliegen, sondern auch das Wohl der Alpakas! Könnt ihr hierzu etwas mehr erzählen?


Das Wohl der Tiere ist bei der Gewinnung der Wolle die Priorität. Nachdem wir die schrecklichen Berichte über die Cashmere Wolle gelesen haben, wollten wir da auch ganz sicher gehen. Andressa hat sich vor Ort davon überzeugt. Folgende Produktionsstandards werden eingehalten: Tierschutz, Energie und Wasser sparen. In Callalli arbeitet Monica mit einer Gruppe von 4 Frauen, die mit ihren Familien, auf die Tiere aufpassen und diese als Familienmitglieder behandeln.

Und zuletzt möchte ich natürlich wissen: welches eure wunderschönen Produkte tragt ihr selbst am liebsten?

Ich (Alex) trage am liebsten Elisabeth in Blau, Andressa Elisabeth in Schwarz. Wir versuchen den Schal nicht nur passend zum Outfit anzuziehen, sondern auch passend z.B. zu den Augen zu wählen, damit diese unterstrichen werden.

 

Ich trage hier übrigens die Stola Clara in der Farbe Coral und bin wirklich beeindruckt davon, wie unglaublich gut sich die Mischung aus Baby-Alpaka und Seide anfühlt. Wirklich perfekt für den Frühling!

Die Stola findet ihr hier

Mehr zu WTW, den beiden Gründerinnen und dem Projekt findet ihr hier

Ich hoffe, das Interview hat euch gefallen!? Und wie findet ihr die Stola? Ich habe mich das erste Mal an die Farbe Coral gewagt, aber finde sie schon wirklich sehr schön für den Frühling! Ich bin davon überzeugt, dass mich diese Stola in den nächsten Monaten (und Jahren) noch oft begleiten wird 🙂

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