Ethisches Banking – warum der “Green Lifestyle” nicht bei der Konto-Wahl enden darf!

– Post in German-
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Wir ziehen fair hergestellte Kleidung an, essen Bio-Lebensmittel, versuchen auf Plastikmüll zu vermeiden – und natürlich sind wir gegen Atomkraft und gegen Waffenexporte! Aber während wir bei unserem direkten Konsum immer aufmerksamer werden, denken wir oft gar nicht daran, wo wir unser Geld anlegen; und was wir eigentlich mitfinanzieren, wenn wir unser Geld auf ein Konto bei einer der großen Banken legen.

In dem heutigen Post möchte ich darauf eingehen, was eigentlich mit dem Geld passiert, das wir auf unserem Konto liegen haben und warum ich finde, dass der nachhaltige Lebensstil nicht beim Konto enden darf!

Vorweg kann ich schon mal verraten: ethisches Banking ist einfacher als man denkt! Und es gibt eigentlich keinen Grund, sein Geld nicht in unterstützenswerte Projekte zu investieren 🙂

Das Thema dieses Posts habe ich schon sehr lange im Kopf, aber wie es so ist, hat alles etwas länger gedauert. Denn ich muss zugeben; auch ich brauche manchmal ein wenig länger, als ich eigentlich will, um weitere – wichtige – Schritte zu einem noch nachhaltigeren Lebensstil zu gehen. Zu einer ethischen Bank wechseln, will ich zum Beispiel schon seit zwei Jahren; und trotzdem hat es bis Januar 2019 gedauert!

Na klar, so ein Bankenwechsel ist zwar erstmal nicht viel Aufwand, aber dann überall die neue Konto-Verbindung angeben unter so weiter und so fort, das war irgendwie lange Grund genug, das Vorhaben aufzuschieben. Aber mit jedem Monat der verging, unterstütze ich mit dem Geld auf meinem Konto weiterhin Atomkraft und Waffengeschäfte! Je öfter ich mir das bewusst machte, desto dringender wurde der Wunsch, endlich zu wechseln!

Waffengeschäfte und Atomkraft fragt ihr nun? Ja so ist es leider tatsächlich…

Hier sind einige Beispiele einige der großen deutschen Banken und in was sie ihr Geld (und somit dein Geld) investieren:

  • Deutsche Bank: Atomkraftbetreiber, Öl-Kriege, Finanzierung der Militärdiktatur Burma, Unterstützung der Bürgerkriegsmilizen in der Demokratischen Republik Kongo
  • Commerzbank: Atomkonzerne, Urananreicherungsanlagen
  • Unicredit (Hypovereinsbank): Atomkonzerne, Abbau von Uran in Afrika
  • Postbank: Atomindustrie
  • ING DiBa: Atomkonzerne, Rüstungsindustrie
  • Volks- und Raiffeisenbanken: Atomkonzerne
  • Sparkassen: Atom-Investitionen

Diese schöne Übersicht hat Lisa von Let’s Get Öko zusammengestellt, genauere Infos und die originale Liste findest du aber auch bei Attac.

Eine andere Studie, nämlich „Don’t Bank on the Bomb“, die ICAN im März 2018 herausgegeben hat zeigt auf, dass zehn deutsche Banken seit Januar 2014 insgesamt rund 8,41 Milliarden Euro in Atomwaffen-Produzenten investiert.

Den deutschen Teil der Studie findet man unter: https://www.icanw.de/wp-content/uploads/2018/03/2018_Germany.pdf 

Ganz ehrlich – willst du das mit deinem Geld unterstützen? Ich hab mich entschieden, dass ENDLICH nicht mehr zu machen!

Also war es Zeit für einen Wechsel. Es gibt mittlerweile eine kleine Auswahl an ethischen Banken in Deutschland und ich habe mich nach einiger Recherche für die EthikBank entscheiden.

Die Ethik Bank hat mich überzeugt, weil sie zum einen sehr strenge Anlagekriterien hat und zum anderen einfach richtig, richtig tolle Projekte unterstützt!

Bei den Anlagekriterien gibt es sowohl negativ- als auch positive-Kriterien. Die Negativkriterien umfassen z.B. Unternehmen oder Staaten, die mit der Herstellung von Waffen und Atomkraftwerken, mit Kinderarbeit oder genveränderten Pflanzen Gewinne machen. Zu den Positivkriterien zählen unter anderem eine umfassende Umweltpolitik, die Einhaltung der Menschenrechte oder die Förderung von Vielfalt und Gleichberechtigung der Mitarbeiter.

Was mich ebenfalls überzeugt hat, ist die totale Transparenz bei der EthikBank: Investitionen und Kredite werden bis ins Detail offengelegt.

Und was mich persönlich noch sehr anspricht, ist dass die Bank immer ein Ethik-, ein Frauen- und ein Umweltprojekt fördert und dass sie auch versucht ihre Kunden freundlich zu inspirieren, ethisch korrekter zu leben – indem mal ein Flyer zu einer Demo mit im Brief liegt, ein Buch über Plastikfreies Leben zu Weihnachten verschickt wird, oder auch einfach mit freundlichen Worten an die eigene Verantwortung gegenüber der Welt appelliert wird.

Mir gefällt es sehr, wenn eine Bank so klar und deutlich ist und keine Angst vor eine klaren Meinung hat!

Nun nochmal ganz konkrekt zum Konto-Wechsel!

Man kann, als EthikBank Kunde an den Geldautomaten der deutschen Genossenschaftsbanken (Volks-, Raiffeisen-, Sparda-Bank) kostenfrei Bargeld vom Girokonto (Gebühr: 8,50 Euro/Monat) abheben.

Was ich außerdem klasse finde (und direkt in Anspruch genommen habe), ist das „Ethikbank Girokonto Klima mit Klimarabatt“ – für Neukunden ab 24 Jahre gibt es hier im ersten Jahr das Konto für 2€ im Monat und zusätzlich entfallen für diesen Zeitraum die Gebühren für Girocard, Kreditkarte und mobileTAN.

Ja, so ein super Angebot kann manchmal auch der letzte Grund sein, um den Wechsel ENDLICH zu machen 😀

Das Konto selbst wird ganz bequem online eröffnet (danach alles audrucken und unterschrieben verschicken) und geht echt fix und unkompliziert.

Und dann muss ich auch noch sagen, dass der Service und die Mitarbeiter bei der Bank einfach absolut herzlich und lieb sind! Man hat nicht dieses kalte professionelle Verhalten, was man sonst von Bankern kennt, sondern man merkt, dass da echte Menschen am Telefon sitzen, die wirklich einfach herzlich und freundlich mit einem umgehen. Ich hab mich jedenfalls sehr sehr wohlgefühlt bis jetzt 🙂

Bist du auch schon bei einer ethischen Bank? Oder planst du den Wechsel? Schau doch mal bei der EthikBank vorbei oder lass dich am Telefon beraten!

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1 Kommentar

  1. Januar 24, 2019 / 3:46 pm

    Hallo Rosa, ein sehr schöner Beitrag. Diese Bank klingt sehr interessant. Kannst Du sie für Girokonto und Kreditkarte oder auch für Anlagen und Finanzierung empfehlen?
    Vielleicht sollte man bei der Wahl der Bank noch zwischen Giro/Gehaltskonto, Anlagen und Finanzierung unterscheiden . Wenn ich irgendwo was auf die hohe Kante lege, will ich auch nicht, dass das irgendwo in der Waffenindustrie angelegt wird. Ich habe meine Giro-und Geschäftskonten bei einer grösseren deutschen Direktbank, die relativ gute Green Credentials hat und kein Investment oder Asset Management macht. Meine Ersparnisse und die Kriegskasse lege ich über ein Depot derselben Bank in Aktien oder Fonds an. Ich weiss, welche Unternehmen beteiligt sind. So behalte ich die Kontrolle. Bei einer Finanzierung ist das leider nicht so einfach… die besten Angebote kommen meistens von den Grossbanken. Macht das die Ethikbank auch, oder kennst Du Banken, die nachhaltige Baufinanzierung anbieten? Liebe Grüsse nach Leipzig!